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DABEI: Zbinden begrüsst die SVP-Familie

Die SVP Schweiz hält ihre Delegiertenversammlung in Frauenfeld ab. Wie erlebt der Thurgauer SVP-Kantonalpräsident diesen Tag? Die «Thurgauer Zeitung» hat sich an die Fersen von Ruedi Zbinden geheftet.
Sara Carracedo
Der Thurgauer SVP-Kantonalpräsident Ruedi Zbinden hält seine Begrüssungsrede vor den nationalen Delegierten. (Bild: Reto Martin)

Der Thurgauer SVP-Kantonalpräsident Ruedi Zbinden hält seine Begrüssungsrede vor den nationalen Delegierten. (Bild: Reto Martin)

Sara Carracedo

thurgau@thurgauerzeitung.ch

Sein Tag beginnt wie jeder andere. Er sitzt morgens am Küchentisch und trinkt erstmals seinen Kaffee, während er die Zeitung liest. Die Rede, welche Ruedi Zbinden in gut zwei Stunden vor Fernsehkameras und 500 Teilnehmern der SVP-Delegiertenversammlung in Frauenfeld halten wird, muss er nicht nochmals durchgehen, obwohl es am Vorabend noch eine kleine Änderung gab. Zbinden ist geübt, schliesslich ist er es sich als Kantonsrat und Präsident der SVP Thurgau gewohnt, vor Publikum zu sprechen. Heute hält er als Gastgeber die Begrüssungsrede in der Rüegerholzhalle.

Nervös vor seinem Auftritt ist Zbinden nicht, obwohl er zum ersten Mal Gastgeber der nationalen Delegiertenversammlung ist: «Es ist schön, fünf Minuten auf der Bühne zu stehen und über die Vorzüge unseres Kantons sowie der SVP Thurgau zu sprechen.» Dennoch verspürt der Routinier eine gewisse Anspannung. Die Herausforderung sei, niemanden bei der Begrüssung zu vergessen. Aber eine schlaflose Nacht habe er deswegen nicht gehabt: «Ich war schon oft an solchen Anlässen, daher haut mich so eine kurze Rede nicht aus den Socken, aber ich freue mich, bald auf der Bühne zu stehen und alle willkommen zu heissen.» In seiner Rede will er nicht nur die Partei und deren Arbeit ansprechen, sondern auch darauf hindeuten, dass der Thurgau ein touristischer Kanton ist. Wichtig ist es Zbinden vor allem, sich bei allen Beteiligten am heutigen Tag zu bedanken und allen die Wertschätzung entgegenzubringen. Mehrmals betont der Gastgeber, dass sein Job an der heutigen Versammlung der «ringste» sei.

Ruedi Zbinden lässt sich nicht aus der Ruhe bringen

Obwohl Zbinden seinen Auftritt eher als Nebensache sieht, hat er sich vorbereitet: «Ohne Rede würde ich nie auf die Bühne, dafür ist es mir dann doch zu wichtig, vor 500 Leuten nicht etwas Falsches zu sagen.» Im Normalfall werden an der Delegiertenversammlung Parolen für die bevorstehenden Abstimmungen gefasst. Da aber im November keine stattfindet, wird das omnipräsente Thema Zuwanderung behandelt. Hierzu will Zbinden die Teilnehmer darüber informieren, dass der Grosse Rat den Antrag der SVP letzten Mittwoch bei der Erhöhung der Sprachkompetenzen für Einbürgerungswillige gutgeheissen hat: «Das ist etwas, was die Leute aus der SVP mit Interesse aufnehmen werden», sagt er voraus.

Als sich die Halle zu dreiviertel gefüllt hat, läuft Zbinden schnurstracks zum dritten Tisch in der ersten Reihe – dem Thurgauer Tisch. Mit Handschlag begrüsst er die Thurgauer Politiker und tauscht einige Worte aus. «Hier sind wir alle per Du, wir sind wie eine grosse Familie», erläutert Zbinden. Es dauert nicht lange und er wird zur Seite gezogen – 20 Minuten vor seiner Rede gibt es noch eine kurze Frage zum Ablauf und eine Änderung. Zbinden beschliesst, die SVP-eigene Musikgesellschaft soll zu Beginn der Ansprache auf der Bühne bleiben, damit er sich bei ihnen bedanken kann. Auf die 36-köpfige Musikensemble ist der Prä­sident besonders stolz: «Das ist eine Rarität! Kaum eine Partei hat eine eigene Musikgesellschaft und dann noch so eine grosse.»

Auch zehn Minuten vor dem Auftritt ist kein Anzeichen von Nervosität auf Zbindens Gesicht zu sehen. Nur die Spannung steigt immer mehr: «Ich freue mich, dass die SVP bei uns im Thurgau ist, denn der Thurgau ist ja eine SVP- Hochburg. Der Wähleranteil von 39,9 Prozent bei den Nationalratswahlen ist sehr hoch, und wir zählen derzeit 3300 Parteimitglieder.»

Plötzlich sieht er Ueli Maurer in einer anderen Ecke der Festhalle. Eine Gruppe schiesst Selfies mit dem SVP-Bundesrat. Zbinden wartet geduldig. Nachdem die beiden ein paar Nettigkeiten ausgetauscht haben, begeben sie sich auf die Bühne, wo Zbinden souverän seine Ansprache hält.

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