CVP ruft ihre Wähler zu mehr Wahldisziplin auf

KREUZLINGEN. Die CVP Thurgau zeigte sich an ihrer Jahresversammlung zuversichtlich, dass die Partei bei den Nationalrats- und Ständeratswahlen vom 23. Oktober zulegen wird.

Christof Lampart
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Kreuzlingen. Rund 60 Personen waren am Freitagabend ins katholische Kirchgemeindehaus Kreuzlingen gekommen, um mehr über die Wahlkampfstrategie der Christdemokraten und die neuesten Leistungsausweise der Parteikoryphäen zu hören. Doch während ersteres in gebührender Breite abgehandelt wurde, gaben sich die auf der Liste als Redner vermerkten Bernhard Koch (Regierungsrat), Philipp Stähelin (Ständerat), Brigitte Häberli (Nationalrat) und Carmen Haag (Fraktionspräsidentin) wortkarg. Gerade einmal zehn Minuten betrug die kollektive Redezeit. Der Grund: wegen des ausgedehnten Abendessens und des Auftritts eines Zauberkünstlers wurde es 22.15 Uhr anstatt wie geplant 20.15 Uhr, bevor die CVP-Prominenz ans Rednerpult treten konnte. Dabei betonten alle, dass man unbedingt die eigenen Kandidaten unterstützen müsse, denn der Wahlkampf werde – insbesondere beim Ständerat – wohl so intensiv wie selten zuvor.

In ihrem Jahresbericht strich CVP-Kantonalpartei-Präsidentin Cäcilia Bosshard den Einsatz der Partei für erneuerbare Energien heraus. Der von der CVP initiierte, pragmatische Weg hin zur vermehrten Nutzung erneuerbarer Energien und vermehrter Energieeffizienz sei richtig und wichtig. Für die nationalen Wahlen habe man sich ganz klar zum Ziel gesetzt, sowohl den Nationalrats- als auch den Ständeratssitz des zurücktretenden Philipp Stähelin zu halten. Dass Brigitte Häberli sich zu dieser Kandidatur entschlossen habe, sei «ein Glücksfall» für die CVP, freute sich Bosshard. Im Hinblick auf die gewachsene Konkurrenz durch die Listenverbindung der kleinen Parteien sei es jedoch unabdingbar, dass die CVP-Wähler «Wahldisziplin» zeigten, so Bosshard.

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