CVP nominiert Ammann für Ständerat

Die CVP des Kantons St. Gallen steigt mit Thomas Ammann in den Ständeratswahlkampf. Zu den Nationalratswahlen tritt die Partei nur noch mit einer Liste an. Der Frauenanteil ist geringer als noch vor vier Jahren.

Adrian Vögele
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Thomas Ammann, Gemeindepräsident von Rüthi und Chef der CVP-EVP-Fraktion im Kantonsrat. (Bild: Ralph Ribi)

Thomas Ammann, Gemeindepräsident von Rüthi und Chef der CVP-EVP-Fraktion im Kantonsrat. (Bild: Ralph Ribi)

ST. GALLEN. Die St. Galler CVP will den Ständeratssitz zurück, den sie vor drei Jahren nach dem Rücktritt von Eugen David an SP-Mann Paul Rechsteiner verloren hat. Jetzt ist der Name des Angreifers offiziell: Gestern abend nominierte die Partei Thomas Ammann, den Gemeindepräsidenten von Rüthi und Chef der CVP-EVP-Fraktion im Kantonsrat, an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung als Ständeratskandidat.

Wieder mit Büchler und Ritter

Im Nationalrat ist die Kantonalpartei derzeit mit drei Sitzen vertreten. Einer davon wird frei: Lucrezia Meier-Schatz tritt nach 16 Jahren aus dem Parlament zurück. Nachdem die JCVP ihre zwölf Kandidaten für den Nationalrat bereits im August nominiert hat, sind nun auch die zwölf Kandidaten der CVP bestimmt. Sie stehen alle auf einer Hauptliste – anders als vor vier Jahren: Damals war die CVP als einzige Partei mit zwei Hauptlisten angetreten.

Nebst Thomas Ammann wurden gestern – wenig überraschend – die Bisherigen Jakob Büchler und Markus Ritter nominiert. Büchler ist seit 2003 Nationalrat, Ritter seit 2011. Ammann verpasste vor drei Jahren den Sprung in den Nationalrat nur knapp: Er erzielte parteiintern das viertbeste Resultat.

Ersatz für Meier-Schatz?

Eine spannende Frage wird sein, ob wieder eine Frau den Sitz von Lucrezia Meier-Schatz gewinnt. Parteipräsident Patrick Dürr hatte bereits vor einigen Wochen angedeutet, die Partei wolle drei Frauen auf die Hauptliste setzen. Dies bestätigte sich gestern: Auf der Liste stehen die Kantonsrätinnen Martha Storchenegger (Jonschwil) und Yvonne Suter (Rapperswil-Jona) – beide kandidieren nicht zum ersten Mal für den Nationalrat – sowie die Präsidentin des St. Galler Bäuerinnenverbandes, Barbara Dürr-Bruhin (Gams). Insgesamt ist der Frauenanteil allerdings tiefer als 2011: Damals waren sieben von 24 Kandidierenden der CVP und JCVP Frauen, nun sind es fünf.

Olma-Direktor kandidiert

Ebenfalls auf der Hauptliste vertreten sind die Kantonsräte Felix Bischofberger (Altenrhein), Bruno Damann (Gossau) und David Imper (Heiligkreuz). Alle drei stiegen bereits 2011 ins Rennen. Ein neuer, prominenter St. Galler CVP-Kandidat ist Nicolo Paganini (Abtwil). Der heutige Direktor der Olma Messen war für die CVP Thurgau bereits 1991 und 1999 zur Nationalratswahl angetreten.