CVP diskutiert über alternative Antriebssysteme

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Eschenz An einem Anlass der diesjährigen Veranstaltungsreihe der CVP Bezirk Frauenfeld in Eschenz ging es ums Thema «Energiezukunft Thurgau». Als letzter Themenkreis wurde kürzlich die Elektromobilität diskutiert. Für das Inputreferat konnte Bezirkspräsident Stefan Geiges den Leiter Fahrzeugsysteme der Empa, Christian Bach, begrüssen. Dies teilt die CVP mit.

In seinem Referat erläuterte Bach, dass Antriebssysteme, welche mit erneuerbarer Energie betrieben werden, gefördert werden müssen. Nebst Elektroantrieben wären das auch Gas- und Wasserstoffantriebe. Wichtig sei ebenso die Senkung des energetischen Verbrauchs der Antriebe. Zudem müssten alle Fahrzeuge zu zwei Dritteln mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Mit einer Flexibilisierung des Energiesystems müsse Überschussenergie für die Mobilität gespeichert werden können, damit diese saisonal, wenn beispielsweise wenig Solarstrom produziert wird, wieder zur Verfügung steht.

Kein Obligatorium, Fokus auf Forschung

Einem Elektro-Obligatorium konnten die anwesenden Politiker nichts abgewinnen. Die Forschung müsse vorangetrieben und über die Landesgrenzen hinaus Lösungen gesucht werden, so Kantonsrätin Maja Bodenmann. Er nehme eine nüchterne Haltung ein, meinte Kantonsrat Peter Dransfeld und verwies auf die Lösungen, wie Christian Bach sie vorgeschlagen hatte, diese ­seien sinnvoll. Einen Schritt weiter wagte sich der Diessenhofer Stadtrat August Keller. Es gehe nicht nur um den Ersatz von Verbrennungsmotoren, sondern um intelligente Mobilität und neue Technologien. Aus seiner Sicht könne die Schweiz in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnehmen. Unternehmer Roman Schefer gab zu verstehen, dass die nötige Technologie schon heute bestehe und genutzt werden könne. Er nutzt diese und stellt fest, dass diese Lösungen funktionieren, auch mit erneuerbarer Energie, und gleichzeitig wirtschaftlich seien.

Die offene Diskussion zeigte auf, dass die Technologien noch zu wenig bekannt sind und Aufklärungsarbeit nötig sei. Ein Votant appellierte an die Politiker, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen und den neuen Technologien nicht Steine in den Weg zu legen. Unter der Moderation von Andreas Anderegg diskutierten Kantonsrätin Maja Bodenmann (CVP), Kantonsrat Peter Dransfeld (SP), Roman Schefer (FDP) und August Keller (CVP). In seinem Schlusswort bedankte sich Otto Diener, Präsident der CVP-Ortspartei, bei allen Anwesenden für die anregende Diskussion. (red)