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Craft-Bier in aller Munde

30 verschiedene Sorten waren zu verkosten. Am Craftvoll-Bierfestival zeigten dieses Wochenende sechs kreative Kleinbrauereien aus dem Thurgau, dass Bier ein ebenso hochwertiges Genussmittel wie Wein ist.
Hugo Berger
Spannende Biere aus dem Thurgau gibt es im «Peggy’s» zu degustieren. (Bild: Donato Caspari)

Spannende Biere aus dem Thurgau gibt es im «Peggy’s» zu degustieren. (Bild: Donato Caspari)

Hugo Berger

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Wer ein schönes Bier vor sich hat, ist geneigt, einen kräftigen Schluck zu trinken, um den Durst zu löschen. Dass Bier aber weit mehr ist, zeigte sich am Bier­festival, das am Samstag und Sonntag in der Irish-Bar Peggy O’Neill’s stattfand. Zu degustieren gab es rund 30 Sorten «craftvolle» Biere der Kleinbrauereien Barfuss, Brauer Bischoff, Mükon, Endo-Bier Thurtalbräu und ­Wagerswiler Bräu. Organisiert wurde der Anlass von der Endo-Brauerei aus Frauenfeld und dem «Peggy O’Neill’s».

Der Thurgau sei hauptsächlich bekannt für Most und Wein. Der Angebot an Bier beschränke sich in den meisten Restaurants auf die gängigen Marken. Mit dem Bierfestival wolle man zeigen, dass es nicht nur die «Stange hell», sondern eine Vielfalt an geschmackvollen Bieren gebe, sagt Dominic Lisi von Endo-Bier. «Uns Kleinbrauer verbindet die grosse Leidenschaft, gutes und qualitativ hochstehendes Bier zu brauen.»

Bitteres Bier passt zu scharfem Essen

Wie degustiert man eigentlich Bier? «Genau wie Wein: mit den Augen und mit dem Geruchs- und Geschmackssinn», erklärt Mat­thias Bischof. Er hat sechs Sorten anzubieten und meint: «Die sind im Geschmack alle ein bisschen verschieden. Ich könnte sie mit verbundenen Augen erkennen.» Das Verkosten macht hungrig. Was man zu den verschiedenen Biersorten isst, weiss Biersommelier Stefan Schori vom «Peggy’s». Wurst und Brot? «Man kann, muss aber nicht», so die Antwort. Nicht alle Biere passten zu Wurst, weiss der Fachmann. Als Regel gilt: Bittere Biere mit viel Hopfen passen zu scharfen Gerichten.

Ein besonderes Geschmackserlebnis hat Karin Potter von der Barfuss-Brauerei anzubieten: ­Einen Schluck trinken, ein Karamell im Mund zergehen lassen, mit Bier ablöschen. Sie und ihr Mann Bryan haben die Produktion in den letzten Jahren von 60 Litern im Monat auf 600 erhöht. «Aber wir machen es immer noch aus Leidenschaft und nicht des Geldes wegen», sagt Karin Potter und rechnet aus: «Um einen durchschnittlichen Lohn zu erwirtschaften, müssten wir eine Menge von ungefähr 10000 Flaschen im Monat brauen.» Das Brauen war für Bryan Potter schon in Michigan/USA, wo er aufwuchs, eine Leidenschaft. Die hiesigen Biere fand er langweilig, als er vor 15 Jahren in die Schweiz kam. Deshalb fing er in der Küche an, eigene Biere zu kreieren.

Als Bieridee, die er nie bereut habe, bezeichnet Jürg Thalmann aus Wagerswil sein Einstieg ins Brauereigewerbe. «Ich hatte schon immer gern ein gutes Bier, aber es nervte mich, dass es nur die 08/15-Biere gab. Als ihm ­seine Frau einen Gutschein für ­einen Braukurs schenkte, habe es ihm den Ärmel reingezogen, erzählt der gelernte Automechaniker. «Das Faszinierende am Bierbrauen ist auch, dass man es mit wenigen Hilfsmitteln macht, die man in jeder Küche findet.»

Ein spezielles Rezept hat auch Ralf Markwalder. Seine Sorten enthalten Salbei und Rosmarin aus eigenem Anbau. Und wie alle Biere der Kleinbrauer sind sie frei von Konservierungsmitteln.

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