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Claudia Eimer hat es geschafft

STEIN AM RHEIN. Nach einem intensiven Wahlkampf wurde die parteilose Claudia Eimer im zweiten Wahlgang zur Stadtpräsidentin von Stein am Rhein gewählt. Sie ist damit die erste Frau an der Spitze des Städtchens.
Margrith Pfister-Kübler
Faire Geste: Der unterlegene Johannes Wyss gratuliert Claudia Eimer zur Wahl als Stadtpräsidentin. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Faire Geste: Der unterlegene Johannes Wyss gratuliert Claudia Eimer zur Wahl als Stadtpräsidentin. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Mit einem Vorsprung von 131 Stimmen auf ihren Gegenkandidaten Johannes Wyss wurde die parteilose Claudia Eimer mit 764 Stimmen klar zur Stadtpräsidentin von Stein am Rhein gewählt. Auf den nicht gewählten Johannes Wyss entfielen ehrenvolle 633 Stimmen. Auf Vereinzelte kamen 44 Stimmen. Von total 2166 Stimmberechtigten wurden 1569 Stimmzettel in die Urne gegeben, davon waren 1441 gültig. Dies entspricht einer Stimmbeteiligung von 72,5 Prozent.

Bei der ersten Ersatzwahl fürs Stadtpräsidium am 13. Mai waren Claudia Eimer (parteilos), Beat Hug (SVP), Franz Marty (CVP), und Johannes Wyss (parteilos) im Rennen. Keiner der Kandidaten erreichte das absolute Mehr. Auf dem ersten Platz lag Eimer und Wyss konnte die zweitgrösste Stimmenzahl verbuchen. (unsere Zeitung berichtete).

Eimer mit Tränen in den Augen

Die Spannung vor dem Rathausplatz gestern Sonntag war riesig. Claudia Eimer trat zusammen mit ihrem Gegenkandidaten Johannes Wyss aus dem Stadtpräsidentenbüro heraus. Dort war den beiden durch den Vizepräsidenten René Meile das Wahlergebnis bekanntgegeben worden, bevor sie vor die Medien traten. Claudia Eimer hatte feuchte Augen vor Glück. Das Ergebnis war an Deutlichkeit kaum zu überbieten.

Der nicht gewählte Johannes Wyss drückte seiner Konkurrentin die Hand und gratulierte ihr herzlich. Wyss wurde von Claudia Eimer gelobt: «Er war ein absolut fairer Partner, wir hatten gute Gespräche geführt und haben einander respektiert.» Johannes Wyss nahm seine Niederlage wie ein Gentleman: «Ich war von Anfang an der Aussenseiter, ich musste mit beiden Szenarien rechnen. Meine Nichtwahl wirft wirft mich nicht aus der Bahn.»

Auch etwas nachdenklich

Viel Volk und Journalisten drängten sich vor dem Rathaus. Zuerst trat Johannes Wyss aus dem Portal. «Schade», sagte eine Frau, «er hätte doch auch Applaus verdient.» Doch am Fantisch von Wyss herrschte Stille, alle waren enttäuscht. Die Claudia-Eimer-Fans klatschten, umringten und umarmten sie. Die Gratulanten standen Schlange. Claudia Eimer dankte, zwischendurch fehlten ihr die Worte. «Ich habe gehofft, dass ich gewählt werde. Jetzt bin ich erleichtert, aber auch nachdenklich», sagte sie.

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