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Chronik eines verfahrenen Falles

Der gewaltsame Tod des IV-Rentners von Kümmertshausen ist ein komplexer Fall. Es gibt 14 Angeklagte in der Schweiz, zwei in der Türkei. Die Liste der Straftaten ist lang und reicht von vorsätzlicher Tötung, Menschenschmuggel hin zu Drogengeschäften. Im Laufe des Verfahrens passieren Fehler, die beiden verfahrensleitenden Staatsanwälte geraten wiederholt in die Kritik. So trennen sie das Verfahren gegen den sogenannten Kronzeugen von dem gegen die übrigen Beschuldigten ab. Er liefert ein umfassendes Geständnis und wird zu einer milden Strafe von fünf Jahren verurteilt. Das Urteil muss auf Geheiss des Bundesgerichts aufgehoben werden, der Kronzeuge erneut vor Gericht. Im April 2015 schickt das Bundesgericht die beiden Staatsanwälte wegen Anscheins von Befangenheit in den Ausstand. Gegen sie läuft noch ein Strafverfahren wegen Amtsmissbrauch. (san)

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