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Christian Lohr ist Panaschierkönig

Die SVP zog an den Nationalratswahlen die meisten Panaschierstimmen auf sich. Bei den einzelnen Kandidaten schwingt jedoch CVP-Nationalrat Christian Lohr obenauf. Er gewann ausserhalb der eigenen Partei die meisten Stimmen.
Silvan Meile
Christian Lohr Nationalrat der CVP und Panaschierkönig 2015 (Bild: Reto Martin)

Christian Lohr Nationalrat der CVP und Panaschierkönig 2015 (Bild: Reto Martin)

FRAUENFELD. Bottighofen sticht aus der Statistik heraus. In allen Thurgauer Gemeinden ist die SVP die stärkste Partei, nur nicht in Bottighofen. Dort schaffte es die FDP an den eidgenössischen Wahlen vom 18. Oktober mit 25,4 Prozent Wähleranteil ganz knapp, die SVP hinter sich zu lassen, obwohl die Freisinnigen nicht etwa einen Kandidaten als Stimmenmagnet aus Bottighofen stellten.

SVP-Liste meist unverändert

Im restlichen Kanton ist die SVP eine Übermacht. In Raperswilen erreichte sie den Rekord-Stimmenanteil von 70,8 Prozent. Die SVP zeichnet sich auch durch die grösste Wählerdisziplin aus, wie aus der gestern veröffentlichten Statistik des Kantons hervorgeht. Ihre Wähler panaschierten eher wenig und legten am häufigsten die unveränderte Kandidatenliste ein. Wenn panaschiert wurde, dann am ehesten zugunsten der CVP und der FDP. Gleichzeitig gelang es der SVP auch, die meisten Panaschierstimmen von Wählern anderer Parteien auf sich zu ziehen, vor der CVP und der FDP.

Lohr vor Walter und Graf

Betrachtet man die einzelnen Kandidaten, schwingt aber kein SVP-Politiker obenauf. Der über alle Parteien beliebteste Kandidat ist CVP-Nationalrat Christian Lohr. «Ich konnte von der SVP bis zur SP Stimmen auf mich vereinen», freut sich Lohr. Pro 1000 Stimmen holte er 205 Panaschierstimmen von parteifremden Wahlzetteln. Das unterstreicht die Popularität des Kreuzlingers beim Thurgauer Stimmvolk jenseits aller Parteigrenzen. «Das ist ein beeindruckendes Gefühl», sagt Panaschierkönig Lohr, der vor seiner zweiten Legislatur im Nationalrat steht. Auch wenn das ein Titel sei, der eigentlich keiner ist.

Auf dem zweiten Platz folgt Hansjörg Walter (SVP) mit 150, auf dem dritten Rang liegt Edith Graf-Litscher (SP) mit 104 Panaschierstimmen pro 1000 parteifremden Wahlzetteln. Punkto überparteilicher Aktivität belegt Diana Gutjahr Platz vier. Obwohl sie den Sprung in den Nationalrat nicht auf Anhieb schaffte, bezüglich Stimmen aus anderen politischen Lagern überholte sie ihre beiden als Bisherige angetretenen und wiedergewählten Parteikollegen Verena Herzog und Markus Hausammann.

Der BDP flossen am meisten ab

Mehrheitlich stellten die Thurgauer ihren Wahlzettel individuell zusammen. Nur jeder Dritte legte einen unveränderten Wahlzettel in die Urne. Die restlichen Wähler veränderten Wahlzettel, indem sie Kandidaten strichen, kumulierten oder panaschierten. Nebst der SVP hielt sich auch bei der EDU und der SP der Abfluss von Panaschierstimmen in Grenzen. Tendenziell verändert die Wählerschaft der Mitteparteien häufiger den vorgedruckten Wahlzettel als Wähler von Parteien rechts oder links.

Ungleiche Verhältnisse

Die Wähler der BDP zeigten prozentual die grösste Neigung zu panaschieren. Am meisten Stimmen gingen von ihr zur CVP und zur SVP. Deutlich weniger Stimmen flossen in umgekehrter Richtung an die BDP. Ein unausgeglichenes Bild zeigen auch die Panaschierstimmen zwischen der SP und den Grünen. Deutlich mehr Stimmen flossen von den Grünen zur SP als umgekehrt. Auch wanderten mehr Stimmen von der FDP zur SVP als in die andere Richtung.

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