Chilenische Klänge im Kloster

FISCHINGEN. Der Pianist Christoph Scheffelt gibt am Sonntag, 25. Oktober, um 16 Uhr im Kloster Fischingen Werke von Beethoven, Messiaen und Schumann zum besten.

Drucken
Teilen
Christoph Scheffelt an seinem Piano. (Bild: pd)

Christoph Scheffelt an seinem Piano. (Bild: pd)

Christoph Scheffelts Spiel ist durchwegs von hohem Niveau und zeichnet sich besonders durch seinen feinen Klangsinn aus. Eine solche Differenzierung hört man selten. Der chilenische Pianist erreicht auch Seltenheitswert durch seine nicht alltägliche Programmwahl. Für das Publikum im Kloster Fischingen hat der Pianist selten gespielte Werke von etablierten Komponisten gewählt.

Diesseits und Jenseits

Beethovens letztes Opus für Klavier, die Bagatellen op. 126, überrascht durch ein zerbrechliches Gleichgewicht von sensibler Intimität und polterndem Humor, Trotz und Auflehnung: Diesseits und Jenseits verbindende, testamentarisch anmutende Klänge. Der französische Komponist und Organist Olivier Messiaen verwandelt in den drei Stücken aus «Vingt Regards sur l'Enfant Jésus» religiöse Transzendenz und Mystik in Musik. Göttliche Gewalt und Zärtlichkeit erklingen mittels virtuoser und farbenprächtiger Pianistik.

Zurück auf dem Planet Erde

Eusebius und Florestan weisen uns, Schumann sei Dank, den Weg zurück zu irdischen Sphären. In den Novelletten op. 21 wird voller Sentimentalität gesungen, Walzer getanzt und aufbrausend gewütet, um gleich darauf den Hörer klanglich mit Schalk zu überziehen. (red.)

Aktuelle Nachrichten