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«Chelmers» zitterte und hatte Atemnot, bevor er starb

LIPPERSWIL. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft im Fall der zwei Delfine, die innert weniger Tage im Connyland gestorben sind. Staatsanwalt Patrick Müller bestätigt, dass letzte Woche Drohungen gegen den Freizeitpark eingingen. Sie richteten sich allerdings gegen die Betreiber, nicht gegen die Tiere.
Daniel Walt
Das Connyland und seine Delfinhaltung kommen nicht aus den Negativschlagzeilen. (Bild: Archiv/Chris Mansfield)

Das Connyland und seine Delfinhaltung kommen nicht aus den Negativschlagzeilen. (Bild: Archiv/Chris Mansfield)

Er ist der Mann, der herausfinden soll, weshalb innert weniger Tage gleich zwei Delfine im Freizeitpark Connyland eingegangen sind: Patrick Müller. Der Staatsanwalt führt die Untersuchungen, nachdem der rund 30-jährige Delfin Chelmers am Sonntagnachmittag trotz rascher medizinischer Versorgung starb.

Tierarzt konnte nicht mehr helfen
Die Parallelen zwischen dem Tod von Delfin Shadow am vergangenen Dienstag und jenem von «Chelmers» am Sonntag sind frappant. Patrick Müller bestätigt, dass auch «Chelmers» plötzlich wirr umherschwamm. «Connyland-Mitarbeiter stellten fest, dass es ihm nicht gut ging», hält Müller fest. Obwohl ein Tierarzt, mit dem das Connyland zusammenarbeitet, rasch vor Ort war und dem Tier noch Medikamente verabreichte, verstarb es rund 30 bis 45 Minuten nachdem die Mitarbeiter auf das leidende Tier aufmerksam geworden waren.

Ermittlungen in alle Richtungen
Laut dem behandelnden Tierarzt kann nicht ausgeschlossen werden, dass Delfin Chelmers an einer Vergiftung gestorben ist. Worauf stützt sich dieser Verdacht? Patrick Müller: «Darauf, dass innert kürzester Zeit zwei Tiere gestorben sind, welche die gleichen Symptome zeigten: Zittern, Atemnot und wirres Umherschwimmen.» Auf Spekulationen, wonach militante Tierschützer hinter dem Tod der beiden Tümmler stecken könnten, lässt sich Müller nicht ein - «wir ermitteln in alle Richtungen», sagt er. Müller bestätigt allerdings, dass das Connyland wegen seiner Delfinhaltung am vergangenen Donnerstag mehrere anonyme Drohmails erhalten hat – in ihnen wurde allerdings den Betreibern, nicht den Tieren gedroht.

Delfine waren gesund
Genauso wie «Shadow» wurde auch «Chelmers» an der Tierklinik des Unispitals Zürich untersucht. Wie die Obduktion ergab, waren beide Delfine völlig gesund. Gemäss Meldung von TeleZüri seien alle Organe bei beiden Delfinen voll funktionsfähig gewsen. Das verstärkt den Verdacht des Connyland, dass die beiden Tiere vergiftet wurden. Das Ergebnis der Blutproben liegt noch nicht vor.

Für den Schutz der verbliebenen Delfine haben das Connyland und die Polizei laut Patrick Müller Massnahmen ergriffen - «welche das sind, sagen wir nicht», so Müller.

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