Chefin der Frauenberatung tritt zurück

Zwei- bis dreimal pro Tag muss die Polizei im Thurgau wegen häuslicher Gewalt ausrücken. Frauenberaterinnen stellen fest, dass es immer verstrickter wird, die Gewaltopfer zu betreuen.

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FRAUENFELD. Die Beratungsstelle für gewaltbetroffene Frauen Thurgau wird eine neue Präsidentin erhalten: Judith Meier Inhelder tritt die Nachfolge von Irène Kreis an, die an der Jahresversammlung ihren Rücktritt auf Herbst 2013 bekanntgegeben hat. Die Leiterin der Frauenfelder Beratungsstelle, Ilona Swoboda, betont an der Versammlung die Präventionsarbeit, die sich die Beratungsstelle zur Aufgabe gemacht hat. So hat der Verein etwa das Projekt «Paargespräche» mit der Beratungsstelle «Konflikt.Gewalt.» lanciert, um wieder zusammenlebenden oder auch getrennten Paaren mit Kindern Treffen anbieten zu können – sofern die betroffene Frau solche Gespräche wünscht.

Im Kanton Thurgau muss die Polizei laut der Beratungsstelle täglich zwei- bis dreimal wegen häuslicher Gewalt eingreifen. In mehr als der Hälfte aller Einsätze sind auch Kinder betroffen. Die Beratungsstelle für gewaltbetroffene Frauen Thurgau biete Unterstützung für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder. 2012 wandten sich 120 betroffene Frauen an sie, 730 Kontakte und Beratungen hat der Verein hierzu aufgebaut und vorgenommen. Die Frauenberaterinnen stellen eine zunehmende Tendenz fest zu langfristigen, immer komplexer werdenden Begleitungen. (red.)

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