Chancen für Innovationspark intakt

Die gemeinsame Bewerbung von Kanton Thurgau und Stadt Frauenfeld als Standort für den Swiss Innovation Park ist nach wie vor im Rennen. Regierungsrat Kaspar Schläpfer ist nun in der Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz am Zug.

Christof Widmer
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FRAUENFELD. Das Projekt für einen Swiss Innovation Park kommt voran. In der Wintersession haben die eidgenössischen Räte grünes Licht gegeben. An mehreren Standorten in der Schweiz sollen Innovationsparks entstehen, koordiniert durch eine gemeinsame Trägerschaft und vom Bund mit Beiträgen unterstützt. Am Zug ist jetzt die Konferenz der kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren. Sie wird im Laufe des Jahres dem Bund Vorschläge für Standorte machen. Am Donnerstag hat die Konferenz den Vorstand mit der Ausarbeitung beauftragt.

Nach wie vor im Rennen ist die gemeinsame Bewerbung des Kantons Thurgau und der Stadt Frauenfeld, wie Volkswirtschaftsdirektor Kaspar Schläpfer bestätigt. Demnach soll das nicht mehr genutzte Armeeareal nördlich des Bahnhofs Frauenfeld Standort eines der Innovationsparks werden. «Wir haben durchaus eine Chance», sagt Schläpfer. Das Areal gehört bereits dem Bund. Es ist zudem erschlossenes Bauland, eine Einzonung wäre nicht nötig.

Weitere Vorteile, mit denen Schläpfer wirbt: Der Standort liegt in Gehdistanz zu einem Intercity-Bahnhof mit direkter Verbindung nach Zürich, hat einen Autobahnanschluss in der Nähe und das Naherholungsgebiet ist attraktiv. «Frauenfeld ist parat», sagt Schläpfer.

Haupt- und Nebenstandorte

Allerdings bewirbt sich auch eine ganze Reihe anderer Standorte. Was sich herauskristallisiert: Es dürfte zwei Hauptstandorte geben. Der eine um die ETH in Lausanne und der andere um die ETH in Zürich. Die Idee ist, dass es zusätzlich noch Nebenstandorte geben könnte. Einer davon könnte Frauenfeld sein – falls es im Kanton Zürich tatsächlich Platz für einen Hauptstandort gibt. Eigentlich wäre dafür der ausgediente Militärflugplatz Dübendorf gedacht. Bloss stellen sich hier mit der angenommenen Zürcher Kulturland-Initiative Probleme bei der noch nötigen Umzonung.

Frauenfeld als Hauptstandort?

Regierungsrat Schläpfer will darum nicht ausschliessen, dass Frauenfeld sogar einer der beiden Hauptstandorte werden könnte: «Die Distanzen sind im internationalen Vergleich klein.»

Welchen Forschungsschwerpunkt der Park haben könnte, lässt Schläpfer offen. Er müsste sicher auf die ETH Zürich und die Zürcher Hochschule Winterthur ausgerichtet sein. Ausserdem verfüge der Thurgau über drei An-Institute der Universität Konstanz.

Der geplante Swiss Innovation Park soll im Unterschied zu den herkömmlichen Technologieparks Forschungsinstitutionen, Firmen und auch Wohnräume auf einem Areal kombinieren. Ein solcher Park könnte noch mehr Firmen im weiteren Umfeld anziehen, wodurch sehr viele qualifizierte Arbeitsplätze entstehen könnten, sagt Schläpfer.

Die Idee für einen Swiss Innovation Park stammt vom Zürcher FDP-Nationalrat Ruedi Noser. Er hatte den Militärflugplatz Dübendorf im Auge. Mit dem Verein Swiss Innovation Park trieb er die Idee weiter. Es ist nun aber an der Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz, die Gründung der Trägerschaft für den Swiss Innovation Park vorzubereiten.

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