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BUNDESRATSBESUCH: Anstossen mit Doris

Der Regionalsender Tele D feierte ein Jubiläum: den 100. Besuch eines Mitglieds des Bundesrats. Zu Gast war Bundespräsidentin Doris Leuthard. Für sie war es bereits das siebte Mal.
Rahel Haag
Auf dem Weg ins Studio: Bundespräsidentin Doris Leuthard mit Tele-D-Gründer Peter Schuppli. (Bild: Andrea Stalder)

Auf dem Weg ins Studio: Bundespräsidentin Doris Leuthard mit Tele-D-Gründer Peter Schuppli. (Bild: Andrea Stalder)

Rahel Haag

rahel.haag

@thurgauerzeitung.ch

Der rote Teppich ist ausgelegt, im Eingangsbereich prangt die Zahl 100, überdimensioniert und silbern angemalt. Auch das Empfangskomitee steht bereit, nur die Protagonistin fehlt noch. Die Verspätung sei ihr allerdings verziehen, denn ihr Helikopter landet in St. Katharinental. Von dort aus wird die Bundespräsidentin in einer schwarzen Limousine nach Diessenhofen gefahren.

Es ist bereits der siebte Besuch von Doris Leuthard bei Tele D. Gleichzeitig ist es der 100. eines Mitglieds des Bundesrats. Das soll gefeiert werden. Die Mitarbeiter des Regionalsenders tragen einheitlich orange Krawatten, die Damen Halstücher. Im Innern des kleinen Fernsehstudios tummeln sich schon die Gäste. Auszumachen sind unter anderem Viktor Giacobbo, Edith Graf-Litscher, Hansjörg Walter und Jakob Stark. Es werden Häppchen gereicht und Wein ausgeschenkt. Tele-D-Vizepräsidentin Silvia von Ballmoos lehnt letzteres aber dankend ab. Sie bleibe lieber beim Wasser, «ich habe heute nicht viel gegessen».

Ein lautes «Bravo» von Viktor Giacobbo

Dann kommt sie, sehnsüchtig erwartet, durch die Tür. Strahlend und als der Applaus einsetzt sofort abwinkend. «Jaja», sagt sie nur und senkt den Blick. Viktor Giacobbo wäre nicht Viktor Giacobbo, würde er in diesem Moment nicht laut «Bravo» rufen und wie ein Lausbub grinsen.

Dann geht es ans Eingemachte: Doris Leuthard wird mit einem Mikrofon ausgestattet und positioniert sich hinter einem der beiden Rednerpulte. Passend zum Thema Energiegesetz, scheint es, trägt sie unter dem schwarzen Blaser ein grünes Oberteil, auch die Halskette und Schuhe sind in derselben Farbe.

Nach einigen Fragen zum Energiegesetz geht es wieder um den 100. Besuch. Sie schätze die Arbeit, die Tele D leiste, «und das ehrenamtlich». Deshalb komme sie gerne. Jedoch habe sie, ihr Transportmittel betreffend, ein schlechtes Gewissen: «Der Helikopter ist nicht gerade energieeffizient.» Allerdings wäre sie ohne Heli gar nicht da, «sonst stünde ich jetzt im Stau auf der A1.» Schliesslich schaut sie sich um und sagt halb fragend: «Jetzt gibt’s Apéro.»

Der erste war Adolf Ogi vor rund 26 Jahren

Ganz so schnell geht es dann aber doch nicht. Tele-D-Gründer Peter Schuppli hält noch eine kurze Rede. Er freue sich «riesig», dass Doris Leuthard heute gekommen sei. «Ich war aber auch hartnäckig und habe es immer wieder auf verschiedenen Wegen versucht», fügt er an. Der erste Besuch eines Bundesrats bei Tele D sei derjenige von Adolf Ogi im Jahr 1991 gewesen. Mit neun Besuchen sei Samuel Schmid Rekordhalter, «den könnte man allerdings noch brechen.» Im Hintergrund flimmern Impressionen der Besuche über einen grossen Bildschirm.

Dann folgt der Apéro. «Können wir noch mit dir anstossen, Doris?», fragt Edith Graf-Litscher und schon klirren die Gläser. Ein Mitglied des Tele-D-Stiftungsrats, das man an diesem Freitagnachmittag vergebens suchte, war Peter Spuhler. Dennoch war er zugegen, zumindest symbolisch, denn auf der Toilette des Senders hängt ein Bild eines Stadler-Zugs.

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