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Bundesgelder für Biberschäden

FRAUENFELD. Die Thurgauer Standesinitiative dürfte an der Frühlingssession im Bundeshaus behandelt werden. Gestern reisten der Initiator und der Grossratspräsident nach Bern, um das Thurgauer Anliegen vorzutragen.
Silvan Meile
Während einer Umsiedlung: Einer von rund 500 Biber im Thurgau. (Bild: pd)

Während einer Umsiedlung: Einer von rund 500 Biber im Thurgau. (Bild: pd)

Wenn der Bund schon den Biber unter Schutz stellt, dann soll er auch für einen Teil der Schäden aufkommen, die das Nagetier etwa an Strassen und Dämmen verursacht. Vor diesem Hintergrund reisten gestern der Thurgauer Grossratspräsident Max Arnold (SVP, Weiningen) und Kantonsrat Paul Koch (SVP, Oberneunforn) nach Bern. Mit im Gepäck hatten die beiden eine Präsentation, die sie der ständerätlichen Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie vortrugen. Es ging dabei um Thurgauer Standesinitiative für eine Änderung des Jagdgesetzes, die auf einer Motion von Paul Koch gründet und gegen den Willen des Regierungsrates zustande kam.

Gemeindekasse entlasten

«Ich schätze, die durch Biber verursachten Schäden an Dämmen und Strassen belaufen sich im Thurgau jährlich auf rund 150 000 Franken», sagt Max Arnold. Diese Zahl kann Roman Kistler nicht bestätigen, weil keine kantonale Erhebung existiere. Der Chef der Thurgauer Jagd- und Fischereiverwaltung sagt aber: «Die Schadensumme kann von Fall zu Fall extrem variieren.»

Meist belasten die Schäden aufgrund unterhöhlter Strassen oder Dämmen die entsprechende Gemeindekassen, in einzelnen Fällen kann es auch Private betreffen. Die Thurgauer Standesinitiative, die im Januar 2015 eingereicht wurde, will nun, dass Bund und die Kantone diese durch den Biber verursachten Kosten je zur Hälfte bezahlen. Schäden an Wald und landwirtschaftlichen Kulturen werden bereits heute entschädigt.

An Frühlingssession im Rat

Das selbe Anliegen formulierte bereits die Freiburger Nationalrätin Valérie Piller in einer Motion. Dieses schickte der Nationalrat 2014 jedoch bachab. Auch das sei zur Sprache gekommen, sagt Arnold. Gestern sei aber noch verstärkt auf die Gefahren von Unfällen und Hochwasser aufgrund der Biberschäden aufmerksam gemacht worden. «Wir haben unser Anliegen mit Herzblut vorgetragen», sagt Paul Koch. Ungewiss bleibe, wie das angekommen sei.

Die Thurgauer Standesinitiative dürfte an der Frühlingssession behandelt werden.

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