Bundesanwalt ändert Kampf gegen Mafia

BERN. Der Bundesanwalt Michael Lauber ändert die Strategie im Kampf gegen die italienische Mafia in der Schweiz.

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BERN. Der Bundesanwalt Michael Lauber ändert die Strategie im Kampf gegen die italienische Mafia in der Schweiz. Gemäss einem Interview in der gestrigen «NZZ am Sonntag» würden Mitglieder der kriminellen Organisation nur noch verfolgt, wenn ihnen auch konkrete Handlungen vorgeworfen werden könnten. Alle andere mutmasslichen Mafiosi würden hingegen straffrei ausgehen.

Dies könnte sich auch auf das Verfahren gegen die mutmasslichen Mitglieder der sogenannten Frauenfelder 'Ndrangheta-Zelle auswirken. Eröffnet wurde das Verfahren im Jahr 2009 (die TZ berichtete). Im Verlauf der Ermittlungen gelang es 2010, in einem 'Ndrangheta-Lokal in Wängi geheime Videos zu drehen. Mit dem Hinweis auf ermittlungstaktische Gründe wollte sich Lauber im Interview aber nicht zu einer möglichen Verfahrenseinstellung äussern. (red.)