Budget, Steuerfuss und radioaktives Endlager

Am 2. Januar trafen sich 131 Stimmberechtigte zur Gemeindeversammlung in Schlatt. Mit dem Aufmarsch zeigte sich Gemeindeammann Kurt Engel sehr zufrieden.

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Am 2. Januar trafen sich 131 Stimmberechtigte zur Gemeindeversammlung in Schlatt. Mit dem Aufmarsch zeigte sich Gemeindeammann Kurt Engel sehr zufrieden. Auf der Traktandenliste standen Budget, Steuerfuss und ein Kredit von 400 000 Franken für die Wasserversorgung sowie der Beitritt zum neuen Spitex-Gemeindezweckverband. Alle Vorlagen wurden mit grossem Mehr genehmigt. Das Kreditbegehren von 400 000 Franken für eine neue Steuerung der Wasserversorgung wurde von Engel vorgestellt. Es ist schwierig bei der 50-jährigen Steuerung Ersatzteile für Reparaturen zu erhalten.

Die gute finanzielle Lage der Gemeinde wurde von Finanzreferent Ernst Möckli dargestellt. Es liegt sogar wieder eine kleine Steuersenkung drin. Der neue Steuerfuss von 50 Prozent und der Voranschlag mit einem Totalaufwand von rund 4,58 Millionen Franken bei einem Plus von 12 600 Franken wurden mit grossem Mehr angenommen. Möckli stellte in Aussicht, dass die Rechnung wohl in den nächsten Jahren stagniere oder dass gelegentlich der Steuerfuss wieder leicht erhöht werden müsse.

Die Änderungen bei der Spitex wurden von Gemeinderätin Marianne Frei kurz vorgestellt. Der Beitritt erfolgte eigentlich bereits am Vortag. Frei erklärte, dass sich mit diesem Beitritt für die «Kundschaft» der Spitex Schlatt eigentlich nichts ändere. Schlatt zahlt an den Zweckverband rund 80 000 Franken. Diessenhofen zum Beispiel 171 000 Franken.

Gegenwärtig gute Zahlen legte Engel für die Werke Wasser Elektrizität und ARA vor. Allerdings ist bei der ARA in den nächsten Jahren mit sehr grossen Kosten rechnen, da ein Anschluss an die Kläranlage Neuhausen wegen Rückständen an Schwermetalle und Medikamente nötig wird.

Zum möglichen Endlager für radioaktives Material ist im Februar in Schlatt eine Orientierungsversammlung mit Teilnahme das Kantons geplant. Für mögliche Oberflächenanlagen stehen unter anderem drei Standorte zur Wahl in Marthalen und einer in Schlatt. Bei der Auswahl sollen nun Wasservorkommen wie in Schlatt stärker gewichtet werden.

Hans Möckli-Rendler amtet laut Gemeinderat Cyrill Veragut als neuer Kommandant der Feuerwehr Schlatt. Guido Elser