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BUCH: Der Saal mutiert zum Chor

Der Männerchor und die Theatergruppe boten, unter anderem mit einer Uraufführung, beste Unterhaltung.
René Aebi, Dirigent des Männerchors Buch, animiert das Publikum bei der Zugabe dazu, mitzusingen. (Bild: Evi Biedermann)

René Aebi, Dirigent des Männerchors Buch, animiert das Publikum bei der Zugabe dazu, mitzusingen. (Bild: Evi Biedermann)

Die Abendunterhaltungen des Männerchors Buch sind seit Jahren stets ausverkauft. Deshalb gibt es heuer statt, wie üblich drei Abendvorstellungen deren vier. Freilich, die Turnhalle des früheren Schulhauses fasst nur 180 Personen, und man könnte nach Uesslingen in eine grössere Halle ausweichen. Doch das will hier keiner. «Der Männerchor wurde vor über 100 Jahren in Buch gegründet», sagt Sänger Karl Wild stolz. «Deshalb gehört die Unterhaltung hierher.» Es ist zwar eng, laut und warm, aber urgemütlich.

Eng ist es auch auf der Bühne, wo die rund 40 Sänger ein abwechslungsreiches Programm präsentieren. Darunter die Bergsteigerhymne «Signore delle cime», «Frei wie der Wind» und «St. Malo» von Santiano. Die «Lady in Black», mit der im Vorfeld der Unterhaltung geworben wurde, erscheint erst am Schluss und entpuppt sich als Song der Rockgruppe Uriah Heep aus dem Jahr 1971. Das Publikum singt begeistert mit. Die Überraschung des Abends jedoch ist «De Blues vom Männerchor Buch», der als Zugabe kommt und eine Uraufführung ist. Die Zuschauer applaudieren so lange, bis ihnen der Dirigent in einer Schnellbleiche die Melodie beibringt und damit der ganze Saal zum Chor mutiert.

Im Zweiakter «En heisse Droht» von Carmelo Pesenti zieht die Theatergruppe alle Register. Die Geschichte dreht sich um einen Bauernhof, der um sein Überleben kämpft. Beherzt organisiert die Buchhalterin ein Handy und bringt dem Knecht und der Magd bei, wie aus Sepp «Mandy» und aus Vreni «Sandy» wird. Damit ist der Weg frei zu einsamen Männerherzen und der Hof scheint gerettet. Bis der Pfarrer auftaucht und in einem unbeobachteten Moment das klingelnde Telefon bedient. (bie)

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