BTS wird in Landschaft sichtbar

Seit gestern können sich die Stimmbürger ein erstes Bild von der Linienführung der Bodensee-Thurtalstrasse im Gelände machen. Das kantonale Tiefbauamt markiert auf neun Abschnitten zwischen Neukirch und Weinfelden den BTS-Verlauf.

Mathias Frei
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Dieser pink eingefärbte Pfahl markiert zwischen Neukirch und Egnach die Fahrbahnmitte der BTS-Richtplanvariante, welche hier durchführt. (Bild: Nana do Carmo)

Dieser pink eingefärbte Pfahl markiert zwischen Neukirch und Egnach die Fahrbahnmitte der BTS-Richtplanvariante, welche hier durchführt. (Bild: Nana do Carmo)

NEUKIRCH-EGNACH. An der Strasse von Neukirch her kurz vor der Egnacher Ortseingangstafel markieren seit gestern vormittag die ersten von rund 200 Holzpfählen die generelle Linienführung der Bodensee-Thurtalstrasse, welche im Rahmen des Netzbeschlusses am 23. September zusammen mit der Oberlandstrasse zur Abstimmung kommt.

Richtplanvariante zählt

Unweit des Trottoirs stehen zwei Pfähle 9,5 Meter auseinander. Sie zeigen, in welchen Bereichen die Strassenpfähle der BTS einst zu stehen kommen könnten. In der Mitte ein pink eingefärbter Pfahl, der gemäss Kantonsingenieur Andy Heller vom kantonalen Tiefbauamt «auf den Zentimeter genau» die Mittelachse der Strasse in der Richtplanvariante markiert. Auf dem Achspfosten liest man die Beschriftung «BTS Tieflage –7m». Hier, wo ein Strassenanschluss entstehen soll, wird die BTS also sieben Meter unter dem jetzigen Niveau liegen.

«Diese Markierungen sind korrekt», hält Heller fest. Andernorts gibt es sowohl bei der BTS- wie auch bei der OLS-Linienführung schon Wildmarkierungen, die nicht verständlich seien, so Heller.

Ein Bild machen im Gelände

«Nun kann sich der Stimmbürger im Gelände ein Bild von der Linienführung machen», sieht der Kantonsingenieur einen Mehrwert in den Markierungen.

Die Idee für die abgesteckten Teilabschnitte stamme von Baudirektor Jakob Stark, sagt Heller. Mit Armin Eugster vom überparteilichen Komitee «Ja zu BTS und OLS» und Toni Kappeler vom Komitee «BTS-OLS-Nein» sei man übereingekommen, dass dieses Vorhaben sinnvoll und im öffentlichen Interesse sei. «Es dient den Stimmbürgern», so Heller.

Bis Freitag soll nun auf neun BTS-Teilabschnitten, nämlich bei den Portalbereichen Weinfelden West und Ost, bei Bürglen, Sulgen, Ennetaach-Erlen, an der Sommeristrasse Amriswil und der Romanshornerstrasse Amriswil Ost, an der Schulstrasse Salmsach sowie eben zwischen Neukirch und Egnach an der Bahnhofstrasse die Linienführung mit diesen ein Meter aus der Erde ragenden Pfählen markiert werden. Bei Teilstrecken, für die eine Überdeckung vorgesehen ist, werden grün eingefärbte Pfähle die Achse der Portale kennzeichnen. So werden insgesamt 5 der 32,4 Kilometer langen Autostrasse abgesteckt.

Tiefbauamt und beide Komitees

Für das Setzen der Pfähle zeichnet das kantonale Tiefbauamt verantwortlich. Um das Einholen der Einverständniserklärungen der betroffenen Grundeigentümer waren und sind die zwei Komitees besorgt. Bis gestern Mittag lag das Okay für die Pfähle zwischen Neukirch und Erlen vor. Heller zeigt sich zuversichtlich, den Zeitplan einhalten zu können.

Bei den ausgewählten Teilabschnitten handelt es sich nach Auskunft Hellers um verschiedene strassenbauliche Konstellationen und um schon öffentlich diskutierte Abschnitte, etwa die Weinfelder Tunnelportale oder die mittlerweile siedlungsfernere Streckenführung bei Salmsach.

Bild: MATHIAS FREI

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