BTS-Befürworter hoffen auf Solidarität

Das Komitee «Ja zu BTS + OLS» startete gestern seine Abstimmungskampagne. Einen besonderen Effort will es im Westen des Kantons leisten, damit auch von nicht direkt betroffenen Thurgauern Unterstützung für den Strassenbau kommt.

Marina Winder
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Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Landwirtschaft unterstützen das Komitee «Ja zu BTS+OLS». Mit von der Partie ist auch Ständerätin Brigitte Häberli. (Bild: Nana do Carmo)

Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Landwirtschaft unterstützen das Komitee «Ja zu BTS+OLS». Mit von der Partie ist auch Ständerätin Brigitte Häberli. (Bild: Nana do Carmo)

WEINFELDEN. Der Abstimmungskampf tobt schon lange. Selbst das befürwortende Komitee, das gestern anlässlich des Kampagnenstarts zur Medienkonferenz einlud, hatte schon im April dieses Jahres seine «Vorkampagne» lanciert. Gestern kündete Co-Präsident Armin Eugster vor den Medien und vor den Komiteemitgliedern den Beginn der «Hauptkampagne» an. Stolz verkündete er, dass das Unterstützungskomitee der Befürworter unterdessen auf über 550 Mitglieder angewachsen sei.

Im Rahmen des Kampagnenstarts haben die Befürworter auf ihrer Webseite Kartenmaterial aufgeschaltet, das die Streckenführung der BTS und jene der Verbandsvariante zeigt. Geplant seien zudem regionale Veranstaltungen, an denen gemäss Eugster auch die Regierungsräte teilnehmen würden. Im Westen des Kantons will das Pro-Komitee mit neongelben Sicherheitswesten für Solidarität werben.

Die Präsidenten der bürgerlichen Parteien SVP, FDP, CVP und EDU waren gestern anwesend und referierten zum Strassenbauprojekt. SVP-Präsident Walter Marty führte an, dass eine übergeordnete Raumpolitik für den kleinräumigen Thurgau mit seinen vielen Gemeinden zentral sei. «BTS und OLS fördern das konzentrierte Siedlungswachstum gemäss kantonalem Richtplan und leisten so einen Beitrag gegen die Zersiedlung», sagte Marty. Diesen Worten schloss sich CVP-Fraktionspräsidentin Carmen Haag an. Auch sie warb für eine übergeordnete Raumplanungspolitik. «Wer nicht führt, wird geführt», sagte EDU-Präsident Daniel Wittwer und plädierte damit ebenfalls für eine aktive Verkehrsplanung. FDP-Präsident Bruno Lüscher fokussierte auf die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten: Die Lage des Thurgaus zwischen den Grosszentren Zürich, Süddeutschland und St. Gallen biete grosses Potenzial. Dieses könne aber nur genutzt werden, wenn neben dem öffentlichen Verkehr auch der Individualverkehr an die Zentren angebunden werde.

Bild: MARINA WINDER

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