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Bruderduell im Schlussgang

So spät wie noch nie fand am Samstag das traditionelle Buebenschwingfest im Höfli statt. 32 angehende und aktive Jungschwinger kämpften bei prächtigem Herbstwetter.
Rudolf Steiner
Der Affeltranger Pirmin Kolb besiegt seinen zwei Jahre jüngeren Bruder This nach einem intensiven Kampf. (Bild: Rudolf Steiner)

Der Affeltranger Pirmin Kolb besiegt seinen zwei Jahre jüngeren Bruder This nach einem intensiven Kampf. (Bild: Rudolf Steiner)

Die Organisatoren hatten auch dieses Jahr Glück mit dem späten Datum. Das Höflischwingen konnte am Samstagnachmittag, nachdem sich der herbstliche Morgennebel verzogen hatte, bei besten Wetterverhältnissen vor viel Publikum durchgeführt werden.

Fanden die ersten Austragungen jeweils in der letzten Sommerferienwoche statt, wurden sie letztes Jahr wegen Terminkollisionen erstmals während den Herbstferien ausgetragen.

2010 von den Familien Müller und Krucker erstmals organisiert, hat sich das kleine Schwingfest im Laufe der Jahre zum Highlight im Veranstaltungskalender des idyllischen Dorfteils von Bichelsee entwickelt. Die gesamte Dorfbevölkerung ist entweder an der Organisation beteiligt oder sitzt zumindest als fachkundiger Zuschauer im Publikum.

Je kleiner, desto angriffiger

So wie Oskar Hubmann. «Wenn im Höfli schon etwas stattfindet, bin ich natürlich mit Freude dabei», sagt der 88jährige ehemalige Landwirt. So sitzt er denn den ganzen Nachmittag mit den anderen Dorfbewohnern und den Eltern, Grosseltern und Geschwistern der 32 dieses Jahr angetretenen Jungschwinger in der kleinen Festwirtschaft an der Sonne und verfolgt mit Interesse die spannenden Kämpfe.

So konnte das Publikum innert vier Stunden mehr als 90 spannende Kämpfe in zwei Kategorien – Jahrgänge 2000 bis 2003 und 2004 und jünger – verfolgen. Dabei gingen vor allem die Kleinsten ziemlich angriffig ans Werk und suchten im frisch duftenden Sägemehl möglichst schnell eine Entscheidung. Viele Kämpfe waren so bereits nach wenigen Sekunden zu Ende. Die Kontrahenten reichten sich wie die grossen Bösen die Hand und der Sieger wischte dem Verlierer sportlich fair das Sägemehl von den Schultern und vom Rücken.

Einträchtig in der Festwirtschaft

Ebenso sportlich ging es im Publikum zu und her. Während ihre Söhne Andrin und Elias im Ring kämpften, sassen die Väter Thomas Habegger und Thomas Kundert einträchtig in der Festwirtschaft zusammen und prosteten sich freundschaftlich zu, auch nachdem der 11jährige Andrin Habegger, der Ende September bei den Schweizer Meisterschaften im Nationalturnen in Netstal bei den Junioren 1 Schweizer Meister geworden war, seinen gleichaltrigen Gegner auf den Rücken gelegt hatte. Diese beiden Nachwuchsschwinger trafen dann auch im Schlussgang aufeinander, wobei diesmal das Resultat umgekehrt ausfiel und Elias Kundert Festsieger in der Kategorie 2 wurde.

Bei den älteren Schwingern kam es im Schlussgang zu einem Bruderduell zwischen dem 15jährigen Pirmin und seinem zwei Jahre jüngeren Bruder This Kolb aus Affeltrangen, das der älteste der drei Kolb-Brüder – der elfjährige Kilian wurde bei den Jüngsten Fünfter – nach einem intensiven Kampf gewann. Und wie bei ihren Vorbildern gab es auch für die Jungschwinger im Höfli einen reichhaltigen Gabentempel.

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