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BRAUNAU: Lehrerinnen erhalten Duschen

Die Primarschule braucht mehr Platz und will zwei eigene Wohnungen in Schulräume umbauen. Zu diesem Zweck haben die Stimmbürger am Montag einem Kreditantrag über 600000 Franken zugestimmt.
Roman Scherrer
Schulpräsidentin Mathilda Halter ist froh, dass die Pläne des Umbaus umgesetzt werden können. (Bild: Roman Scherrer)

Schulpräsidentin Mathilda Halter ist froh, dass die Pläne des Umbaus umgesetzt werden können. (Bild: Roman Scherrer)

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

Es war zwar nur ein Traktandum, das die 56 Stimmberechtigten am Montagabend an die ausserordentliche Schulgemeindeversammlung in der Braunauer Turnhalle lockte. Jedoch war es ein wichtiges: Die Primarschulbehörde stellte einen Kreditantrag über 600000 Franken. Mit dem Geld will sie den Raum­mangel der Schule beheben, indem sie die zwei eigenen Wohnungen im Kindergartengebäude in Schulräume umbauen lässt (unsere Zeitung berichtete).

Dass es für die kleine Gemeinde um viel Geld ging, zeigte die lange Diskussion. Nach etwa zwei Stunden konnte Schulpräsidentin Mathilda Halter das Abstimmungsergebnis verkünden. Mit 49 Ja- zu 5 Nein-Stimmen bei 2 Enthaltungen haben die Schulbürger dem Antrag zugestimmt.

Vor der Abstimmung erläuterte Halter, wo es der Primarschule an Platz mangelt. So seien für die heutige Unterrichtsformen Gruppenräume nötig, welche kaum vorhanden seien. Die Bibliothek ist als Provisorium im Luftschutzkeller untergebracht, und der Schulleiter teilt sich sein Büro mit der Heilpädagogik. «Es gibt bis jetzt auch keine Duschen, welche die Lehrerinnen nach den Turnstunden benutzen könnten», sagte Halter. «Ich würde es schon begrüssen, wenn sie geduscht zur Arbeit erscheinen», ergänzte sie lachend.

Bedenken zur finanziellen Situation

Der zuständige Architekt Peter Büchel machte nähere Angaben zum Bauvorhaben und betonte, dass man bei der Planung darauf bedacht gewesen sei, dass das Projekt möglichst kostengünstig realisiert werden kann.

Nach diesen Ausführungen hatten die Stimmbürger viele Fragen. Einige davon bezogen sich auf einzelne Punkte des geplanten Umbaus, welche Architekt Büchel beantwortete. Allerdings wurden auch Bedenken zur finanziellen Situation geäussert. Der Kredit soll von der politischen Gemeinde kommen. «Wie sieht es mit der Rückzahlung aus?», lautete etwa ein Votum. Schulbehörden-Mitglied Roman Brändle musste zugeben, dass dafür noch kein Konzept bestehe. An dieser Stelle schaltete sich Gemeindepräsident David Zimmermann ein. «Die politische Gemeinde verfügt über die Mittel, um die Schulgemeinde zu unterstützen. Durch den Kredit machen wir ja nichts anderes als den Fünfliber vom einen in den anderen Hosensack zu verschieben», sagte er.

Am Schluss der Versammlung stellte sich Doris Massaro vor. Sie kandidiert am 26. November für den vakanten Sitz ­ der Schulbehörde. Die gebürtige Glarnerin ist kaufmännische Angestellte und wohnt seit vier Jahren in Braunau. Massaro ist die bisher einzige Kandidatin. Sollte sie gewählt werden, wird sie den im vergangenen Juli zurückgetretenen Andreas Caminades ersetzen. Mathilda Halter bat die Anwesenden um eine möglichst grosse Beteiligung an der Wahl. «Es ist immer schön, wenn jemand seine Behördenarbeit nicht mit einem mageren Resultat antreten muss.»

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