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BRAUNAU: Landwirte brauchen mehr Wasser

Die Regionalwasserversorgung Mittelthurgau Süd kann auf ein gutes Geschäftsjahr 2017 zurückblicken. Der Wasserverbrauch erreichte mit über 1,6 Millionen Kubikmetern gar einen Rekordwert.
Christof Lampart
Wasserwart Willi Meienberger stellt im Pumpwerk Gugl in Märstetten einen Schieber um. Es ist eine von zwei Wasserfassungen der Regionalen Wasserversorgung Mittelthurgau. (Bild: Mario Testa (Archiv))

Wasserwart Willi Meienberger stellt im Pumpwerk Gugl in Märstetten einen Schieber um. Es ist eine von zwei Wasserfassungen der Regionalen Wasserversorgung Mittelthurgau. (Bild: Mario Testa (Archiv))

Christof Lampart

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

Es fliesst. An der Delegiertenversammlung, an welcher am Dienstagnachmittag im Landgasthof Riethüsli in Braunau 17 Delegierte aus neun (von insgesamt elf) Mitgliedsgemeinden teilnahmen, konnte der Präsident der Regionalwasserversorgung Mittelthurgau-Süd (RVM Süd), Andreas Widmer in Sachen Geschäftsgang eine sehr gute Bilanz fürs verflossene Wasserjahr (Oktober 2016 bis September 2017) ziehen.

Tatsächlich, so Widmer, sei das vergangene Betriebsjahr von der Bewirtschaftung her «in allen vier Quartalen sehr ausgeglichen» gewesen. «Erstaunlich» seien die starken Wintermonate gewesen, die sicherlich auch wegen ihrer Trockenheit zu dem «erfreulichen Ergebnis» geführt hätten, resümierte Widmer. Insgesamt konnte der Wasserumsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht werden, bilden doch die 1,691 Millionen Kubikmeter Wasser einen Rekord. Dies führte dazu, dass der Nettoverlust – nach der reglementarischen Einlage in die Reserve in der Höhe von 78400 Franken – mit 14600 Franken geringer ausfiel als budgetiert (49380 Franken).

Auslastung bei 25 Prozent

Der Wasserumsatzrekord sei in erster Linie nicht wegen der bezogenen Wassermenge durch Private und das klassische Gewerbe zustande gekommen, sondern weil Landwirte immer mehr Wasser für ihre Kulturen bräuchten. «Die Bewässerungen werden immer ausgedehnter», erklärte Widmer.

Jedoch betonte der Präsident, dass man stetig steigende Umsätze als solches nicht aktiv anstrebe – auch wenn die aktuelle Auslastung von 25 Prozent der gesamten Optionsmenge solche ohne weiteres noch zuliessen. Wie viel «Luft nach oben» vorhanden ist, zeigt eine andere Zahl: Nur gerade an einem Tag im Berichtsjahr, am 22. Juni 2017, wurden 50 Prozent der maximalen Optionsmenge mit 8990 Kubikmetern annähernd erreicht. Die durchschnittliche Förderung belief sich auf 4633 Kubikmeter je Tag; Spitzenmonat war der Juni mit 179480 Kubikmetern.

Grundwasser ist sicher

Auch in Sachen Wasserqualität sei die RVM Süd top. Damit dies auch so bleibe, wolle man in den nächsten fünf Jahren verschiedene Abklärungen bezüglich der Hochwassersicherheit der Filterbrunnen in der Thur-Ebene vornehmen. Bereits im letzten Jahr wurde als erste Massnahme die Online-Qualitätsmessung verschiedener Parameter installiert. Er könne guten Gewissens sagen, dass «unser Grundwasservorkommen nach wie vor sehr sicher, ertragreich und auch qualitativ einwandfrei ist», so Widmer. Dies auch deshalb, weil man durch den Bau verschiedener Verbindungsleitungen über den Seerücken die Wasserversorgungen am Bodensee mit jenen im Thur-Tal verbinden konnte. Das komplexe Projekt konnte – nach jahrzehntelanger Planung – im Jahr 2017 fertiggestellt werden und erhöhte die Versorgungssicherheit auch bei der RVM Süd markant.

Doch auch bei der RVM Süd ist «nach dem Bau» gleichbedeutend mit «vor dem Bau», werfen doch zwei grosse Leitungsumlegungen ihre Schatten voraus: nämlich jene für den Neubau der Kindlimann AG in Tägerschen und jene für den Erweiterungsbau der Frifag AG in Märwil. Für diese beiden Bauvorhaben muss die RVM-Hauptleitung, ein Rohr mit 40 Zentimeter Durchmesser, über weite Strecken umgelegt werden «ohne dass die Zehntausenden der übrigen Konsumenten etwas davon bemerken», umriss Widmer in wenigen Worten die Komplexität der bevorstehenden Aufgaben.

Zur Regionalwasserversorgung Mittelthurgau-Süd gehören die Politischen Gemeinden Affeltrangen, Amlikon-Bissegg, Bettwiesen, Braunau, Bussnang, Lommis, Stettfurt, Thundorf, Tobel-Tägerschen, Wil und Wuppenau.

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