BRAUNAU: «Eine Attraktion fürs Dorf»

René Felix eröffnete seine Fasanenzucht mit rund 70 geladenen Gästen aus dem In- und Ausland. Nur der bekennende Züchter Pepe Lienhard fehlte.

Ernst Inauen
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Eine grössere Anzahl internationaler Züchterkollegen hatte der Einladung von René Felix Folge geleistet. Anlässlich des WPA (World Pheasants Association) Regionaltreffens Süd zeigte dieser seinen Gästen aus Deutschland, Österreich, Holland und der Schweiz seine neu erstellte Volierenanlage.

Nur ein prominenter Gast fehlte: Der bekannte Bandleader Pepe Lienhard, selber ein begeisterter Fasanenzüchter, musste wegen eines Auslandaufenthalts den Besuch absagen. Bei der Begrüssung zeigte sich der Gastgeber überrascht über die grosse Teilnehmerzahl an diesem familiären Treffen. Für 30 Gäste habe er im Hotel Toggenburgerhof in Kirchberg Zimmer für zwei Nächte reservieren können, womit auch der regionalen Hotellerie gedient sei.

Schon immer ein Vogel-Fanatiker gewesen

Zusammen mit seinen Angehörigen organisierte er das Treffen und veranstaltete für die Gäste eine Grillparty. Gemeindepräsident David Zimmermann sagte: «René Felix hat eine sehr schöne Anlage erstellt und viel Zeit sowie Geld in sein Hobby investiert. Sie ist für die Schüler und die Bevölkerung zugänglich.» Er sprach davon, dass dieses Werk eine Attraktion für das Dorf sei. Schon in der Jugendzeit weckten geflügelte Tiere das Interesse von René Felix. Bald einmal begann er mit der Fasanenzucht, für die er in der Fachliteratur ein breites Wissen erwarb. Bei seinem Elternhaus in Braunau fand er nach dem Verkauf seiner Zuckenrieter Liegenschaft einen geeigneten Platz für eine neue Voliere.

Anlage besteht zu grossem Teil aus Recyclingmaterial

Sein Projekt legte er den Gemeindebehörden vor und bekam deren Zustimmung. Im Jahr 2014 begann Felix mit dem Aufbau der Voliere und investierte viel Freizeit in sein Objekt. So ist nach zweijähriger Arbeit eine 40 Meter lange Anlage mit 28 Abteilen entstanden. Bemerkenswert ist unter anderem: Für das meiste Material ausser dem Drahtgeflecht verwendete er Recyclingmaterial.

Lob gab es am Wochenende auch von prominenter Seite seitens des Nachbarlands: WPA-Gründungsmitglied Karl Stadler aus München sagte: «Die Erhaltung der Fasanenarten ist unser Ziel. René Felix trägt wesentlich dazu bei. Er ist eines unserer aktivsten Mitglieder.»

Ernst Inauen

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

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