BOTSCHAFT: Thurgauer Kantonalbank liefert 56 Millionen ab

Der Regierungsrat lobt die Thurgauer Kantonalbank für ihre Leistung im vergangenen Jahr. Trotz des schwierigen Umfelds sei sie solide gewachsen und habe die Kapitalquote erhöht.

Thomas Wunderlin
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Regierungsrat und Parlament haben der Kantonalbank letztes Jahr eine Kapitalquote von mindestens 16 Prozent zur Vorgabe gemacht, um die Stabilität im Krisenfall zu gewährleisten. Das übertrifft das geforderte regulatorische Kapital von 13 Prozent inklusive antizyklischem Puffer. Tatsächlich hat die Thurgauer Kantonalbank (TKB) sogar eine Kapitalquote von 18,1 Prozent erreicht. Regierungsrat und Grosser Rat geben der TKB in der sogenannten Eigentümerstrategie die Leitplanken vor, die sie zu beachten hat. Diese werden in der Regel alle vier Jahre überprüft. Zuletzt war das im Frühling 2016 der Fall. Über die Umsetzung und Einhaltung erstattet der Regierungsrat dem Grossen Rat jedes Jahr Bericht.

In seiner Botschaft an den Grossen Rat attestiert der Regierungsrat der Bank nun, sie habe im vergangenen Jahr die Eigentümerinteressen gewahrt. Sie habe sich gut behauptet und könne ein erfolgreiches Jahresergebnis vorweisen. Trotz des schwierigen Umfelds sei sie solide ­gewachsen. Sie betreibe ein umfassendes und zeitgemässes Risikomanagement und verfüge über die erforderlichen Instrumente, klare Strukturen und Verantwortlichkeiten für sämtliche Risikokategorien. Da die TKB ihren Jahresgewinn um 2,9 Prozent auf 125,9 Millionen Franken steigern konnte (Ausgabe vom 22.Februar), erhöhen sich auch die Ablieferungen an den Kanton. Sie steigen von 55,9 auf 56,4 Millionen Franken. Davon sind 6,3 Millionen Franken für die Abgeltung der Staatsgarantie und 6 Millionen Franken Steuern.

Gemeinden erhalten weiterhin 3 Millionen

Die Gemeinden erhalten weiterhin das gesetzlich vorgesehene Maximum von 3 Millionen Franken. Dazu nehmen sie über Steuern 8,8 Millionen Franken ein (im Vorjahr 8,5 Millionen Franken). Die Dividende von 2.75 Franken pro Partizipationsschein bleibt unverändert.

Die Bank hat laut Regierungsrat ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrgenommen, indem sie verschiedenste kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Aktivitäten gesponsert habe. Der Regierungsrat bestätigt, dass die TKB die Vergütungen an die Bankräte und die Geschäftsleitung ausweist und dabei die Publizitätsvorschriften für börsenkotierte Institute beachtet.

Bankratspräsident René Bock erhält gemäss Geschäftsbericht eine Pauschalvergütung von 200000 Franken. An Vizepräsident Urs Saxer gehen 103270 Franken. Die übrigen Bankräte erhalten zwischen 65000 und 50000 Franken, sofern sie ein volles Amtsjahr absolviert haben. Der Bankrat umfasst seit 1. Juni 2016 wieder neun Mitglieder. Insgesamt sind sie 2016 mit 667604 Franken entschädigt worden. Die Vergütungen an die fünf Mitglieder der Geschäftsleitung betragen 2016 brutto 3,38 Millionen Franken. Davon erhält der Vorsitzende Heinz Huber allein 868000 Franken.

Thomas Wunderlin

thomas.wunderlin@thurgauerzeitung.ch