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BODENSEE: Zwei tödliche Badeunfälle

Das stürmische Wetter hat im vergangenen Jahr mehr Einsätze der Seepolizei gefordert. Die Anzahl gestohlener Bootsmotoren ist deutlich zurückgegangen. Im laufenden Jahr häufen sich die Fälle aber bereits wieder.
Silvan Meile
Die Thurgauer Seepolizei hat 2017 122 Personen aus Seenot gerettet. (Bild: PD)

Die Thurgauer Seepolizei hat 2017 122 Personen aus Seenot gerettet. (Bild: PD)

Der Sturm war kurz aber heftig. Das Unwetter in der Nacht vom 1. auf den 2. August 2017 ging auch bei der Thurgauer Seepolizei nicht spurlos vorüber. Noch niemals wurde innerhalb von zehn Minuten so viel Niederschlag gemessen wie damals am Untersee. In ein Motorschiff vor Ermatingen ist dabei so viel Wasser gelaufen, dass es sank und von der Seepolizei geborgen werden musste.


Allgemein zeigte sich das Wetter 2017 von seiner stürmischen Seite. «Wir hatten sehr viele Einsätze im Sturmwarndienst», erklärte Fritz Hefti, Chef der Verkehrs- und Seepolizei, gestern an einer Medienkonferenz. «Die Anzahl Windwarnungen, gemeldet von Meteo Schweiz und dem Deutschen Wetterdienst, stiegen im vergangenen Jahr markant an.»

Eine Kollision mit der Fähre in Romanshorn

Vor dem Thurgauer Ufer des Bodensees und im Hochrhein ereigneten sich je ein tödlicher Badeunfall. Ende Juni starb ein 63-jähriger Mann vor Kreuzlingen nach einem Sprung vom Motorschiff in den See. Unterhalb Rheinklingen ertrank anfangs Juli eine 78-jährige Frau beim Schwimmen. In Tägerwilen konnte ein chinesischer Austauschschüler erfolgreich reanimiert werden, nachdem er aus dem Wasser geborgen werden musste. Drei Personen wurden bei Schiffsunfällen verletzt. Darunter ein Knabe, der sich bei der Kollision eines Mietbootes mit der Autofähre in Romanshorn leicht verletzte. Ein Wakeboarder musste ins Spital gebracht werden, weil er sich das Bein gebrochen hatte. Eine grosse Wunde am Bein, die im Spital genäht werden musste, zog sich ein Mann zu, der vor Egnach ohne Fremdeinwirkung über Bord ging.

Auf dem Rhein zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen kommt es im Sommer immer wieder zu brenzligen Situationen, wie die Seepolizei weiter mitteilt. Vor allem Schlauchboot-Kapitäne unterschätzen dort die Kraft des Wassers. «Deshalb führt die Seepolizei insbesondere an Tagen mit hohem Verkehrsaufkommen Kontrollfahrten durch.»

Bootsmotoren werden oft zu Diebesgut

Entspannt hat sich die Situation mit den Diebstählen von Bootsmotoren. «Es sind wesentlich weniger Motoren entwendet worden als im Vorjahr», sagt Urs Eberli, Dienstchef der Seepolizei. 2016 waren es 30 Motoren. Im vergangenen Jahr sank diese Zahl auf 16. Eberli dämpfte aber sogleich die Euphorie und berichtete, dass im noch jungen Jahr bereits wieder zahlreiche Aussenbordmotoren abgeschraubt und mitgenommen wurden. Diebe würden vor allem im Winter zuschlagen. «Die betroffenen Bootsbesitzer bemerken den Diebstahl teilweise erst spät, weil sie dann selten nach ihren Schiffen schauen.» Gleichzeitig werde die Beute aber sehr schnell ausser Landes geschafft. «Wir haben festgestellt, dass das Diebesgut ins östliche Europa geht», sagte Eberli. Mit einem Flyer habe die Seepolizei nun sämtliche Bootsbesitzer nochmals auf die Problematik aufmerksam gemacht. Allgemein seien die registrierten Vermögensdelikte im vergangenen Jahr tiefer geblieben als im Vorjahr und bewegt sich damit im langjährigen Schnitt.

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