Blues wie ein guter Bourbon

FRAUENFELD. Querbeet durch alle Stile des Blues hat sich die Frankfurter Blues Blend am Samstag im «Dreiegg» gespielt und mächtig Stimmung gemacht – ein gelungener erster Gig der neuen Konzertreihe im perfekt dafür geeigneten Lokal.

Dieter Langhart
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Henning Eichler spielt die Blues Harp zwischen Gitarrist Reinhard Bassenge und Sebastian Scholz am Kontrabass. (Bild: Dieter Langhart)

Henning Eichler spielt die Blues Harp zwischen Gitarrist Reinhard Bassenge und Sebastian Scholz am Kontrabass. (Bild: Dieter Langhart)

Das kann sich nicht jede Bluesband leisten, ohne Pfiffe aus dem Publikum zu riskieren: einen Countrysong einzuflechten. Blues Blend können das, vor der Pause, und die Stimmung bleibt hoch und ausgelassen – erst um Mitternacht lassen die knapp achtzig Bluesfans die Musiker von der Bühne.

Samstagabend im «Dreiegg», erstes von acht Konzerten der neuen Konzertreihe, die Martin und Denise Eggmann für dieses Jahr eingefädelt haben – am ersten Samstag jedes Monats mit einem «r» im Namen. Künstlerischer Leiter ist Blues-Crack Rudolf Laubacher, der im März das sechste Bluesfestival in der Rüegerholzhalle organisiert.

Variationen über den Blues

Blues Blend aus Frankfurt, vor einem Jahr schon in Münchwilen und am Bluesfestival zu hören, machen ihrem Namen alle Ehre, mischen die Stile von Chicago bis New Orleans, von Boogie und Rhythm'n'Blues der Vierzigerjahre über Jazzballaden bis zum eigenen Grossstadtblues «City Living» von ihrer ersten Scheibe.

Die Spielfreude des Quintetts springt sogleich auf das Publikum über, das sich zweieinhalb Stunden unterhalten lässt, zwischen den Tischen mitwippt und reichlich Applaus spendet.

Perfektes Zusammenspiel

Gesang, Soli und Ensemblespiel sind ein Hochgenuss: Henning Eichler (harp) und Reinhard Bassenge (g) spornen einander an, Thomas Frömming (dr) und André Huthmann (keyb) variieren stilsicher Rhythmen und Klangfarben bis hin zu Latino – und nichts bringt den Bassisten Sebastian Scholz aus der Ruhe, der für den erkrankten Jörn Bösel eingesprungen ist.

Sa, 7.2., 21 Uhr: Black Cat Bone (D)