Blick über den Gartenzaun

Für fünf Tage herrscht in Weinfelden Ausnahmezustand: Die 58. Wega ist eröffnet. Eine Messe wie die Wega sei ein Anlass, um aus dem Alltag auszubrechen, sagten die Festredner.

Kaspar Enz
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Die ersten Besucher schauen sich in der Nähe des Stands der Gastregion Davos an der Messe um. (Bild: Coralie Wenger)

Die ersten Besucher schauen sich in der Nähe des Stands der Gastregion Davos an der Messe um. (Bild: Coralie Wenger)

weinfelden. Gerade rechtzeitig zum Zmittag öffnete auch die 58. Wega gestern ihre Tore. Für viele Grund genug, für einmal nicht zu Hause, im «Trauben» oder im Migros-Restaurant zu essen, sondern an einem der vielen Stände an der Messe.

Ausbruch aus dem Alltag

Ein Ausbruch aus dem alltäglichen Trott: Eine Messe wie die Wega könne genau das bieten, sagte Benedikt Weibel in seiner Eröffnungsrede auf dem Rathausplatz. Viele verschiedene Dinge werden an einem Anlass wie der Wega gezeigt.

Das fördere auch die Neugier, sagte Weibel – nicht zielgerichtet, sondern offen an Neues herangehen. Oft sorge genau das Neue für einen Geistesblitz, der einem selber etwas bringt. Ebenso zähle an einer Wega, der «5. Weinfelder Jahreszeit», nicht nur der tierische Ernst.

«Die schönsten Wochen»

Ein Volksfest von noch grösserem Ausmass als die Wega hielt Benedikt Weibel rund zwei Jahre auf Trab: Er war Delegierter des Bundesrats für die Fussball-Europameisterschaft 2008 in der Schweiz.

Nach allen Vorbereitungen sei die Euro 08 schliesslich «die schönsten vier Wochen meiner beruflichen Laufbahn gewesen».

Mit einer perfekten Organisation habe die Schweiz dabei kaum Punkte sammeln können. «Dass wir Schweizer etwas perfekt organisieren können, das erwartet man von uns», sagte er. Deshalb sei es wichtig gewesen, dass sich die Schweizer auch als gute Gastgeber dargestellt hätten. Das habe auch gewirkt, zumindest bei den Holländern. Zurzeit gehe es eher bergab bei den Übernachtungen. «Die Übernachtungen der Holländer aber steigen.»

Ein Lob sandte der ehemalige SBB-Chef auch in die Region. Einst seien die Schweizer Eisenbahnbauer weltweit gross gewesen. «Dass nach dem Verschwinden dieser Industrie so etwas wieder aufersteht, und das im Thurgau, ist grossartig», sagte Weibel an die Adresse der Stadler Rail.

«Alte und neue Freunde»

Beim Grusswort von Grossratspräsidentin Gabi Badertscher sassen die Gäste schon beim Bankett. Für die Thurgauer sei die Wega etwas Spezielles, sagte sie. Hier werde Neues und Überraschendes präsentiert.

«An der Wega schaut man auch mal über den eigenen Gartenzaun hinaus», sagte sie. Das Allerwichtigste aber sei: «Hier trifft man alte und neue Freunde.»

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