Blechschilder statt Leuchttafeln

Vor langer Zeit einmal entschied sich die Stadt Frauenfeld, beleuchtete Ortstafeln zu erstellen – etwa im finsteren und geradezu unheimlichen Galgenholz. Doch die Illumination der Tafeln benötigt Strom, wozu eigens ein Kabel herangeführt werden musste.

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Doppelte Ortsschilder: Links das neue, rechts das alte Modell. (Bild: Evi Biedermann)

Doppelte Ortsschilder: Links das neue, rechts das alte Modell. (Bild: Evi Biedermann)

Vor langer Zeit einmal entschied sich die Stadt Frauenfeld, beleuchtete Ortstafeln zu erstellen – etwa im finsteren und geradezu unheimlichen Galgenholz. Doch die Illumination der Tafeln benötigt Strom, wozu eigens ein Kabel herangeführt werden musste. «Ihr dürft das schon machen», sagte der Kanton. «Aber ihr müsst es selber bezahlen.»

All so taten die Frauenfelder– bis nun in den vergangenen Tagen rund um Frauenfeld neue Tafeln neben die alten in die Erde gesetzt wurden. Keine elektrifizierten mehr, sondern einfache Blechschilder, die reflektieren, sobald ein Scheinwerfer sie trifft.

«Die leuchtenden Tafeln sind nicht mehr zeitgemäss», sagt Markus Graf, Chef des Frauenfelder Werkhofs, und verweist auf das Label «Energiestadt», dem die Stadt verpflichtet ist. Nun müssen die Stromkabel zu den alten Ortstafeln noch vorschriftsgemäss abgehängt werden. Dann verschwinden die Leuchttafeln – und mit ihnen auch die letzten beleuchteten Inselpfosten, im Volksmund «Biene Maya» genannt. (hil)