Bittere Erfahrungen

Sie haben es vielleicht auch schon erlebt: Die geladenen Gäste sitzen bereits hungrig am Tisch, noch ein letztes Abschmecken und dann das: Irgendetwas stimmt mit dem Essen nicht, es schmeckt bitter. Doch was lief schief? Die Antwort könnte beim Gewürz zu finden sein.

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Sie haben es vielleicht auch schon erlebt: Die geladenen Gäste sitzen bereits hungrig am Tisch, noch ein letztes Abschmecken und dann das: Irgendetwas stimmt mit dem Essen nicht, es schmeckt bitter. Doch was lief schief? Die Antwort könnte beim Gewürz zu finden sein. Denn oftmals handhabt man es nicht richtig. Hier meine wichtigsten Tips, damit es in Zukunft immer gelingt:

Paprikapulver nicht während des Anbratens zufügen, sondern immer erst während des Garens.

Cayennepfeffer wird erst nach dem Braten und Garen den Speisen hinzugefügt.

Bei Curry-Gerichten, wenn das Curry angedünstet wird, das Fett nicht zu heiss werden lassen, sonst verbrennt die Würzmischung und wird bitter.

Gemahlenen Pfeffer nicht zu lange mitgaren lassen, sondern zum Ende der Garzeit zufügen.

Basilikumblätter nicht zu lange mitkochen lassen, sondern kurz vor dem Servieren dem Gericht hinzufügen.

Zwiebel erst unmittelbar vor der Verwendung zerkleinern, da sie beim Schneiden ätherische Öle freisetzen und beim Kontakt mit Sauerstoff bitter werden.

Auch Muskatnuss sollte immer erst am Ende der Zubereitung in die Speisen gegeben werden, da sie durch Mitgaren bitter wird.

Erich Berger, prämierter Koch, betreibt heute eine Kochschule in Münchwilen. Berger berichtet jeden Donnerstag aus dem Innenleben einer Küche. Fragen, Anregungen? info@bergers-kochart.ch