BILDUNG: Sorgen wegen Assistenten

Die Konferenz Heilpädagogischer Lehrpersonen wählt Irene Baur als neue Präsidentin. Sie ersetzt Roland Züger.

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Der Applaus wollte kaum enden, nachdem sich Irene Baur, schu­lische Heilpädagogin und Klassenlehrerin der Sonderklasse in ­Aadorf vorgestellt hatte und ihre ­Absicht zur Kandidatur als Präsidentin bekanntgab. Seit dem Sommer arbeitet die 54-Jährige im Vorstand mit. «Ich bin bereit, mit Elan die Stimme der Heil­pädagogik im Kanton Thurgau zu vertreten», erklärte sie engagiert. Es dürfe nicht sein, dass die Schulgemeinden vermehrt auf Assistenzpersonen statt auf heilpädagogische Lehrkräfte setze, sagte sie. Erneut applaudierten die 271 Anwesenden und die Tagungspräsidentin und Kassierin Marie-Anne Rutishauser gratulierte Irene Baur zur Wahl.

Nebst den statutarischen Geschäften, die alle diskussionslos über die Bühne gingen, referierten Robert Schroeder, Schul­aufsicht, über Neuerungen aus dem Amt für Volksschule und Anne Varenne aus dem Verband Bildung Thurgau.

Schroeder erklärte, dass man sich beim Amt für Volksschule nochmals mit dem Thema Beurteilung befasse und nach den kritischen Voten in der Vernehmlassung die neue Beurteilung ­frühestens aufs Schuljahr 21/22 einführen will. Er rief die Lehrkräfte auf, der Verpflichtung zur Weiterbildung in Medien und Informatik nachzukommen, die bis spätestens Schuljahr 2023/24 ­abgeschlossen sein müsse. Diese Weiterbildung koste den Kanton 2,7 Millionen Franken und sei für die Lehrkräfte hingegen kostenlos.

Anne Varenne, Präsidentin Bildung Thurgau, freute sich, dass die Abschaffung der Zusatz­renten der Pensionskasse Thurgau vorerst auf 2020 verschoben wird. Hingegen erwartet sie harte Diskussionen im Grossen Rat und zählt auf die Unterstützung bei einer möglichen zweiten Kundgebung.

Roland Züger war viereinhalb Jahre Präsident der Thurgauer Konferenz Heilpädagogischer Lehrpersonen und trat zu Beginn des Schuljahres 2017/18 von seinem Amt zurück. Varenne verabschiedete ihn mit anerkennenden Worten und bedankte sich für ­seinen Einsatz. Zu Beginn der Veranstaltung gab Rosmarie ­Barwinski Einblick in die herausfordernde Tätigkeit mit traumatisierten Kindern. (rb)