BILDUNG: Geschichte für Schüler veranschaulicht

Selbst forschen und entdecken, in die Geschichte eintauchen und das Erlernte ­reflektieren – das historische Museum erweitert seine Angebote für Schulklassen.

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Was nehmen Schülerinnen und Schüler von einem Museumsbesuch mit, bei dem sie als reine Zuhörer fungieren? Relativ wenig, ist sich das Vermittlungsteam des Historischen Museums Thurgau sicher. Deshalb hat das Team sein Angebot weiterentwickelt und rückt die aktive Mitarbeit der Schulklasse ab der Oberstufe noch mehr ins Zentrum.

Wahre Gerichtsfälle aus dem Thurgau

Wenn Kinder und Jugendliche hörend, sehend und fühlend in die Geschichte eintauchen und dabei selbst herausfinden, was in einem besonders aufschlussreichen Detail steckt, ist über das theoretische Wissen hinaus viel gewonnen, teilt das Museum mit. «Gefördert werden dadurch die praktische Lernerfahrung sowie das selbstständige Erforschen.» Auf dieser Basis lanciere das Historische Museum des Kantons Thurgau ab dem aktuellen Schuljahr einen Workshop und eine interaktive Führung, welche dem Anspruch nach mehr aktiver Teilnahme der Schulklasse gerecht werden. Historische Quellen selbst entdecken und den Erkenntnisgewinn mit den Kolleginnen und Kollegen teilen. Das sei das Credo.

Das passiert auch an der interaktiven Führung «Verurteilt! Gerichtsfälle im Thurgau». Sie beleuchtet die Gerichtsbarkeit im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit anhand realer Fälle aus dem Thurgau. Konkrete Beispiele veranschaulichen den Gerechtigkeitssinn der Gesellschaft ­ und den Bedeutungswandel der Todesstrafe vom Mittelalter über die Zeit der Gemeinen Herrschaft, der Bundesverfassung bis heute. (red)