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BICHELSEE: Betreten auf eigene Gefahr

Mit zwanzig Zentimetern ist die Eisschicht des Bichelsees genügend dick. Offiziell freigegeben ist er dennoch nicht.
Olaf Kühne
Winterliche Idylle auf der Grenze zum Kanton Zürich: Der Bichelsee ist zugefroren. (Bild: Olaf Kühne)

Winterliche Idylle auf der Grenze zum Kanton Zürich: Der Bichelsee ist zugefroren. (Bild: Olaf Kühne)

Olaf Kühne

olaf.kuehne

@thurgauerzeitung.ch

«Wir haben diese Woche zwanzig Zentimeter gemessen», sagt Markus Stark. «Aktuell dürften es wohl sogar noch ein paar Millimeter mehr sein.» Damit ist die Eisdecke auf dem Bichelsee genügend dick, um sie zu betreten, weiss der Balterswiler Primarlehrer. Offiziell freigegeben ist der See dennoch nicht – aus einem ganz einfachen Grund, wie Stark erklärt: «Das macht die Gemeinde nicht, hat sie noch nie gemacht.» Die Devise laute deshalb: «Betreten auf eigene Gefahr.» Den Beweis, dass dies gefahrlos möglich ist, tritt Lehrer Stark just heute Freitag gleich selber an. «Ich gehe mit meinen Schülern auf den Bichelsee.» Schlittschuhe werden dabei wohl die wenigsten tragen. Dafür sei die Eisqualität nicht gut genug.

Zu rau ist die Oberfläche, zudem übersät mit festgefrorenen Schneeverwehungen. Um Schlittschuh laufen zu können, müsste die Eisfläche gewässert werden. «Das haben wir früher auch schon gemacht», erzählt Stark. «Aber jetzt stehen die Skiferien vor der Tür, da fahren die meisten Sportbegeisterten sowieso weg.»

Eisfläche beim Schulhaus gewässert

Schlittschuhfreunde müssen dennoch nicht bis nach Wil fahren. «Wir haben vor Wochen beim Schulhaus Rietwies in Balterswil eine Eisfläche gewässert», sagt Stark. «Das wird meines Wissens seit bald 40 Jahren gemacht.»

Markus Stark engagiert sich in­-des nicht nur im Winter für den Bichelsee. Jeweils im Frühling kümmert er sich mit Schülern und weiteren Freiwilligen um Amphibien, die über die stark befahrene Kantonsstrasse zu ihren Laichplätzen wandern. 45'000 konnten so in den vergangenen zwei Jahrzehnten gerettet werden, zog Stark letzten Sommer Bilanz. Ein offizielles Mandat hat der Primarlehrer nicht. «Der Bichelsee liegt mir einfach am Herzen, er ist ein tolles Naherholungsgebiet.»

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