Bibliothek hat ein neues Zuhause

Die umgebaute Villa Sutter ist das neue kulturelle Zentrum Münchwilens. Die Schul- und Gemeindebibliothek, Seminarräume und eine – bis auf Sonntag – täglich geöffnete Cafeteria befinden sich dort unter einem Dach.

Rudolf Steiner
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Besucher und Besucherinnen gehen durch die Schul- und Gemeindebibliothek, die nun in der Villa Sutter untergebracht wurde. (Bild: Rudolf Steiner)

Besucher und Besucherinnen gehen durch die Schul- und Gemeindebibliothek, die nun in der Villa Sutter untergebracht wurde. (Bild: Rudolf Steiner)

MÜNCHWILEN. Es war ein besonderer Tag für Münchwilen, denn Hunderte Interessierte pilgerten zur Eröffnung der Schul- und Gemeindebibliothek und der Cafeteria in die Villa Sutter. Unter den Besuchern waren Familien mit Schulkindern, junge und alte Leute, die sich die geheimnisvolle Villa mit der Gemäldeausstellung von Freddy Stettler und der musikalischen Unterhaltung der Ciderland Jazzband an diesem Eröffnungstag einmal ganz aus der Nähe ansehen wollten.

Endlich ein Blick ins Innere

Unter den Besuchern waren mehrere, welche die Frau von Fabrikant Alfred Sutter, Anneliese, noch persönlich gekannt haben – wie Annemarie Bossi aus Münchwilen, die mit ihrem Mann Ruedi die Villa besichtigte. Bis jetzt kannte man die Villa und den Park ja nur von aussen. Wie die Besucher auf einer Führung durch die grosszügige Villa erfuhren, sind im Erdgeschoss Cafeteria, Seminarräume sowie im Zimmer Anneliese ein kleines Museum mit Ausstellungsstücken aus dem Jahre 1858, der Gründungszeit der Firma Sutter, untergebracht, während die Räume im oberen Stock für die Schul- und Gemeindebibliothek reserviert sind. Hell und luftig präsentieren sich die renovierten Räume im Obergeschoss. Geführt wird die Bibliothek wie schon am alten Ort von Brigitte Horni aus Münchwilen, der sechs Mitarbeiterinnen zur Seite stehen. Grossen Anklang fand vor allem der heimelig eingerichtete Kinderbuchraum, der von den lesegierigen Buben und Mädchen sofort begeistert in Beschlag genommen wurde.

Park wartet auf neue Gestaltung

Wie Architekt Ueli Bohnenblust aus Münchwilen auf den Rundgängen informierte, mussten in der 1951 erbauten Villa alle elektrischen und sanitären Leitungen und Einrichtungen erneuert und ersetzt werden.

Nun wartet nur noch der mehrere tausend Quadratmeter grosse Park an den Ufern der Murg auf die endgültige Gestaltung. Im Endausbau führt dann ein Spazierweg rund um den Park. Es ist auch vorgesehen, dass ein Teil des Pilgerwegs von Tobel nach Fischingen auf dem Gelände verläuft.

www.villa -sutter.ch