Bewegungstips vom Weltmeister

Alle Klassen der Primarschule Grünau in Sirnach beteiligen sich am Programm «schule bewegt». Gestern wurden sie für ihren Einsatz belohnt. Der Luzerner Ruderweltmeister Mario Gyr besuchte die Schüler und regte sie zu Übungen an.

Ives Bruggmann
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Ruderweltmeister Mario Gyr zeigt den Schülern, wie seine Ruder-Maschine funktioniert. (Bild: Ives Bruggmann)

Ruderweltmeister Mario Gyr zeigt den Schülern, wie seine Ruder-Maschine funktioniert. (Bild: Ives Bruggmann)

SIRNACH. Gebannt horchen die Primarschüler des Schulhauses Grünau in Sirnach den Anweisungen. Vor ihnen steht niemand geringeres als ein Weltmeister. Das wirkt. Der Grund dafür, dass sich der 30jährige Ruderer Mario Gyr in der Primarschule mit den Schülern austobt, ist «schule bewegt». Das Programm des Bundesamts für Sport soll Schüler zu mehr Bewegung animieren.

20 Minuten Bewegung pro Tag

In der Primarschule wird dieses Programm rege genutzt, was bedeutet, dass sich alle Klassen 20 Minuten pro Tag bewegen. Und dies wohlgemerkt ausserhalb des Sportunterrichts. Das können kurze Gymnastikübungen oder auch ein bewegtes Lernen sein, bei dem man lernt und sich gleichzeitig bewegt.

Das Schulhaus ist nun ausgelost worden und der Luzerner Ruderprofi besuchte die fleissigen Schüler. Bereits um 8.15 Uhr stellte er sich den Schülern vor. Danach ging er in verschiedene Klassen und führte dort Bewegungspausen durch. Zum Schluss besammelten sich alle Schüler in der Turnhalle, wo Gyr seine Rudermaschine präsentierte. Zum Schluss durften die Schüler den Sportler mit Fragen löchern und erhielten eine Autogrammkarte.

Interessierte Kinder

Mario Gyr genoss den Tag mit den Kindern. «Ich bin sehr zufrieden, dass alle mitgemacht haben», sagt er. Er habe sich gefreut, dass die Kinder so interessiert und gut vorbereitet waren. «Ich will den Kindern etwas zurückgeben, denn ich lebe vom Sport, was nicht selbstverständlich ist», sagt der Weltmeister im Leichtgewichtsvierer ohne Steuermann. Die Schüler genossen den Tag sichtlich. «Es hat mir super gefallen», sagt etwa Robert Coric. Er selber spielt Fussball im Club und hat am meisten Spass an der Bewegung, wenn er dabei gewinnt. Oliver Hermann hat das Rudergerät zum Schluss am besten gefallen. «Aber auch das Tanzen am morgen war toll», sagt der Primarschüler.

Programm soll sich etablieren

Cornelia Schalch, Teamleiterin des Primarschulhauses Grünau, freute sich über den Besuch des Weltmeisters. «Toll, dass die Schüler das erleben durften», sagte sie. Alle Klassen versuchten, sich nach Möglichkeit 20 Minuten pro Tag zu bewegen. «Die Schüler machen das sehr gerne und das soll sich im Alltag etablieren», sagt Schalch. Solche Anlässe gäben dem ganzen Bemühen natürlich Aufwind. Umso mehr, wenn die Kinder Spass daran hätten.