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BEVÖLKERUNG: Jeder dritte Thurgauer hat Wurzeln im Ausland

Fast jeder fünfte Thurgauer ist aus der Landeskirche ausgetreten. Leichten Zuwachs erfahren die islamischen Glaubensgemeinschaften. Und 17 Prozent der Thurgauer sprechen zu Hause kein Deutsch.
Silvan Meile
Die Thurgauer Bevölkerung ist im Wandel. Vor allem die Gruppe Konfessionsloser verzeichnet Zuwachs. (Bild: Christian Müller/Fotolia)

Die Thurgauer Bevölkerung ist im Wandel. Vor allem die Gruppe Konfessionsloser verzeichnet Zuwachs. (Bild: Christian Müller/Fotolia)

Der Anteil an Moslems in der Thurgauer Bevölkerung ist in den vergangenen Jahren leicht angestiegen. An der Volkszählung aus dem Jahr 2000 gaben 5 Prozent der Thurgauerinnen und Thurgauer über 15 Jahren an, der islamischen Glaubensrichtung anzugehören. Gemäss aktuellsten Erhebungen ist dieser Anteil leicht angestiegen, auf 6 Prozent beziehungsweise 13 000 Personen. Das ist einer Meldung der kantonalen Dienststelle für Statistik zu entnehmen. 1980 war erst etwa ein Prozent der Thurgauer Bevölkerung islamischen Glaubens.

Weiterhin stark rückläufig bleibt der Bevölkerungsanteil, welcher der evangelischen oder der katholischen Landeskirche angehört. Noch 67 Prozent der Thurgauer zählen sich gemäss kantonaler Erhebung zu einer der beiden Landeskirchen. 1980 betrug ihr Anteil 94 Prozent. Trotz rückläufiger Mitgliederzahlen bleibt die evangelische Kirche mit 92 000 Personen beziehungsweise 35 Prozent die stärkste Glaubensgemeinschaft im Thurgau. Der Anteil Katholiken beträgt derzeit noch 32 Prozent. Rund 7 Prozent gehören einer anderen christlichen Glaubensgemeinschaft an, etwa einer Freikirche.

Laufend zu nimmt der Anteil Konfessionsloser. Während die Personen ohne Religionszugehörigkeit im Jahr 2000 noch 8 Prozent ausmachten, ist diese Bevölkerungsgruppe im Thurgau aktuell auf 19 Prozent angestiegen. Das ist tiefer als der Schweizer Durchschnitt von 23 Prozent.

Mehr Schweizerdeutsch als im Kanton Zürich

In der Bevölkerungsstatistik lässt sich die Einwanderung deutlich ablesen. «Im Jahr 2014 hatten 35 Prozent der Thurgauer Bevölkerung einen Migrationshintergrund», heisst es in der Mitteilung. 80 Prozent davon zählten zur ersten Einwanderungs-Generation und sind somit selber eingewandert. 20 Prozent der Personen mit Migrationshintergrund seien Nachkommen von Einwanderern. Von diesen beiden Personengruppen seien 30 beziehungsweise 50 Prozent eingebürgert, schreibt die Dienststelle weiter.

Unabhängig der Staatszugehörigkeit haben 83 Prozent der Thurgauer Bevölkerung angegeben, zu Hause Schweizerdeutsch zu sprechen. «Damit ist der Thurgau gleichauf mit der Deutschschweiz.» Im Nachbarkanton Zürich werde aber zu Hause noch deutlich weniger Schweizerdeutsch gesprochen. Denn dort läge dieser Anteil lediglich bei 76 Prozent. Im Thurgau werden neben Deutsch Italienisch (6 Prozent) und Albanisch (5 Prozent) sowie Portugiesisch und Serbisch/Kroatisch (je 3 Prozent) als Hauptsprachen gesprochen.

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