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BEVÖLKERUNG: Der Thurgau wächst weniger schnell

Der Thurgau ist zwar immer noch ein Wachstumskanton. Doch die neusten Zahlen zeigen, dass die Wohnbevölkerung im vergangenen Jahr nur um 1,1 Prozent zugenommen hat. Der Grund liegt im geringeren Zustrom von Ausländern.

Die Thurgauer Wohnbevölkerung nimmt weiter zu. Das zeigt sich nicht auf der Waage, sondern in den Zahlen der Dienststelle für Statistik. Ende vergangenen Jahres lebten im Kanton 272'780 Einwohner. Das entspricht einer Zunahme von 3049 Personen oder 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit hat das Bevölkerungswachstum erneut etwas an Schwung verloren (siehe Grafik). «Das hat mich nicht wirklich überrascht», sagt Ulrike Baldenweg, Leiterin der Dienststelle für Statistik. Die Verlangsamung zeichnete sich seit einigen Jahren ab. «Doch», sagt Baldenweg, «1,1 Prozent Bevölkerungswachstum ist immer noch stattlich.» Das Tempo habe sich dem gesamtschweizerischen angenähert.

Wachstumstreiber bleibt die Zuwanderung. In den vergangenen Jahren hat sich die Wachstumsrate durch die ausländische Wohnbevölkerung aber auf zwei Prozent pro Jahr halbiert, was aber immer noch höher als der landesweite Schnitt von 1,2 Prozent ist. Ende 2017 wohnten 1316 Ausländer mehr im Thurgau als ein Jahr zuvor. Insgesamt zählte der Kanton 66'700 Personen mit ausländischem Pass, das entspricht einer Ausländerquote von 24,4 Prozent. Die grösste Ausländergruppe sind die Deutschen. Rund 22'039 Personen stammen aus dem nördlichen Nachbarland. 2007, als die Personenfreizügigkeit eingeführt wurde, hatten nur halb so viele Deutsche im Thurgau gelebt. Danach zog der Zustrom an. Im Jahr 2008 wuchs der Anteil Deutscher um 17,4 Prozent, im vergangenen Jahr noch um 2,5 Prozent. Ulrike Baldenweg geht davon aus, dass dies vor allem an der gut laufenden deutschen Wirtschaft liegt, welche die Arbeitskräfte im Land hält. Einen geringeren Einfluss misst sie der politischen Bekämpfung der Zuwanderung bei. «Genau wissen wir es aber nicht», betont Baldenweg.

Die Statistik macht auch Aussagen, wie sich die Wohnbevölkerung in den 80 Gemeinden entwickelt. Die Zunahme ist dabei die Regel. Das höchste Wachstum verzeichnete Gottlieben: Um 7,7 Prozent nahm die Wohnbevölkerung der kleinsten Gemeinde (348 Einwohner) zu. Einen Rückgang registrierten lediglich 15 Gemeinden. Den prozentual deutlichsten Verlust verzeichnete Hefenhofen mit einem Minus von 4,5 Prozent. Ende 2017 wohnten 1187 Personen in dieser Gemeinde.

Sebastian Keller

sebastian.keller@thurgauerzeitung.ch

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