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BETTWIESEN: Wahlen erneut auf der Kippe

Mangels Kandidaten hat die Katholische Kirchgemeinde seit rund zwei Jahren keine Behörde mehr. Im März versucht sie erneut, ein Gremium zusammenzustellen. Die Erfolgschancen scheinen abermals gering.
Josephine Opprecht
Fremdgesteuert: Die Katholische Kirchgemeinde Bettwiesen hat seit über zwei Jahren keine Behörde mehr.Archivbild: Susann Basler

Fremdgesteuert: Die Katholische Kirchgemeinde Bettwiesen hat seit über zwei Jahren keine Behörde mehr.Archivbild: Susann Basler

Josephine Opprecht

josephine.opprecht@wilerzeitung.ch

Nachdem im März 2015 ein jahrelang schwelender Konflikt eskaliert und die Behörde der Katholischen Kirchgemeinde Bettwiesen geschlossen zurückgetreten war, konnten bis heute keine Nachfolger gefunden werden. Seither wird die Kirchgemeinde von einem kommissarischen Verwalter und einem kommissarischen Pfleger der Landeskirche Thurgau geführt. Für eine neue Behörde müssten sich mindestens drei Personen zur Wahl stellen, ideal wären allerdings fünf.

«Bei nur drei Personen wären das undemokratische Verhältnisse. Es würde die Gefahr bestehen, dass nur zwei Personen entscheiden würden, da sie schon die Mehrheit hätten. Bei fünf Personen wären mehr Meinungen vertreten», beschreibt Paul Rutishauser, der kommissarische Verwalter der Kirchgemeinde Bettwiesen, die Ausgangslage.

Die Suche nach Nachfolgern gestaltet sich schwieriger als erwartet. Schon seit über zwei Jahren wird gesucht und die Ersatzwahl musste schon mehrfach verschoben werden. Mittlerweile gibt es immerhin eine Person, die sich zur Wahl stellen würde. Drei bis vier weitere Personen hätten «nicht Nein gesagt» und würden nun die Koordination von Beruf, Privatleben und diesem Amt abklären, sagt Rutishauser, der mit der Zusammenstellung einer neuen Behörde beauftragt wurde. «Wir suchen Kandidaten, die zwischen 30 und 50 Jahre alt sind, da wir eine lebendige Gemeinde sein wollen. Leute in diesem Alter sind aber oftmals stark eingespannt, da sie berufstätig sind und/oder eine Familie haben. Daher ist es nicht einfach, Freiwillige zu finden. Dazu kommt, dass heutzutage in vielen Haushalten beide Erwachsenen arbeiten und Bettwiesen eine kleine Gemeinde ist», sagt Paul Rutishauser.

Zusammenschluss als Option

Auf die Frage, ob er zuversichtlich sei, dass diesmal eine Kirchenvorsteherschaft gewählt werden kann, antwortet der kommissarische Verwalter: «Die Chancen schätze ich als eher gering ein. Ich gehe davon aus, dass ich sicher noch ein Jahr hier bleiben werde.» Doch wie lange darf das so weitergehen? «Das kann ich nicht sagen. Jedenfalls kam vom Kirchenrat Thurgau noch kein Auftrag, die kommissarische Verwaltung abzubrechen», sagt Rutishauser. Man müsse einen Zusammenschluss mit einer anderen Kirchgemeinde aber durchaus in Erwägung ziehen, denn ewig könne das nicht so weitergehen.

Es gibt zwei Optionen: Aus geografischer Sicht würde ein Zusammenschluss mit der Kirchgemeinde Lommis Sinn ergeben. «Die Kirchgemeinde Bettwiesen gehört aber auch zum Kirch gemeindeverband Nollen-Thur. Jener Verband zählt neun Kirchgemeinden, die alle miteinander fusionieren könnten», sagt Rutishauser. Dadurch würden seelsorgerische Arbeiten wegfallen und gleichzeitig ein grösseres Angebot diesbezüglich ermöglicht. Momentan werde im Hinblick darauf aber nichts diskutiert. Gesucht sind Kandidaten.

Hinweis

Die nächste Kirchgemeindeversammlung und mögliche Wahl findet am Montag, 19. März, statt.

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