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BETRÄGE IN DEN KANTONALEN FINANZAUSGLEICH: Mahnfinger trotz Überschüssen

Die Schulgemeinden unterbreiten ihren Bürgern für 2018 schwarze Zahlen. Für die Sek winkt für das Folgejahr gar eine Steuersenkung. Die Beiträge in den Finanzausgleich jedoch drücken die Stimmung.
Samuel Koch
Finanzchef Christian Schwarz, Schulpräsident Andreas Wirth und Leiter Betrieb Markus Herzog. (Bild: Samuel Koch)

Finanzchef Christian Schwarz, Schulpräsident Andreas Wirth und Leiter Betrieb Markus Herzog. (Bild: Samuel Koch)

Samuel Koch

samuel.koch

@thurgauerzeitung.ch

Eigentlich gibt es keinen Grund zur Sorge. Sowohl die Primarschul- als auch die Sekundarschulbehörde rechnen für 2018 mit sechsstelligen Gewinnen. Für beide Schulen bleibt im nächsten Jahr der Steuerfuss identisch, bei der Sekundarschule prognostiziert die Behörde gar eine Steuersenkung um zwei Prozentpunkte auf das Jahr 2019. «Wir präsentieren gute und erfreuliche Budgets», resümierte Schulpräsident Andreas Wirth an der gestrigen Medienorientierung.

Am 26. November stimmen die Schulbürger von Frauenfeld – beim Budget der Sek auch diejenigen von Felben-Wellhausen, Hüttlingen und Gachnang – über die Voranschläge ab.

Steigende Schülerzahlen erfordern Investitionen

Das Plus bei der Primarschulgemeinde liegt bei Gesamtausgaben von 41,08 Millionen Franken bei 310500 Franken, dasjenige der Sekundarschule bei Gesamtausgaben von 28,98 Millionen Franken bei 209500 Franken. Grund für die positiven Voranschläge sind bei beiden Schulgemeinden primär höhere Steuererträge. Die steigenden Schülerzahlen – sowohl bei der Pri­mar- als auch bei der Sekundarschule – erhöhen jedoch auch den jeweiligen Gesamtaufwand. Das wie­der­um verpflichte die Schulen, die Infrastruktur auszubauen, was wiederum mehr Steuererträge verlange. Kurzfristig stehen nächstes Jahr für beide Schulen einige Investitionen an (siehe Zweittext).

Andreas Wirth und Finanzchef Christian Schwarz heben aber auch den Mahnfinger. So zahlen etwa die Schulen Frauenfeld im nächsten Jahr total beinahe sieben Millionen Franken in den kantonalen Finanzausgleich ein. «Bei beiden Schulen zusammen ist das fast ein Zehntel des Jahresbudgets», rechnet Wirth vor. Im Gegensatz zur rückläufigen Beteiligung des Kantons sind diejenigen aller Schulgemeinden diametral gestiegen. «Wir sind bereit, weiterhin abzuliefern», sagt Wirth. Aber der Kanton müsse das Ruder wieder ins Lot bringen und dürfe sich nicht aus der Verantwortung ziehen. Derzeit laufe jedoch auf Kantonsebene eine Vernehmlassung, und Wirth zeigt sich zuversichtlich, dass die grösser werdende Schere wieder angepasst werde. Ausserdem beeinflusse der Finanzausgleich die geplante Steuersenkung bei der hiesigen Sekundarschule nicht.

Das zweite grosse Aber nennt Finanzchef Schwarz. Zwar seien die Budgets gegenüber den Vorjahren grosso modo ähnlich. Mit der Einführung des Rechnungslegungsmodells HRM2 verändere sich jedoch die Abschreibungspraxis. «Bei grösseren Investitionen beginnt die Abschreibung im Gegensatz zu vorher erst beim Neubezug», sagt Schwarz. Deshalb und wegen der linearen Abschreibung sowie den längeren Laufzeiten entstünden in Zukunft grössere Budgetbelastungen. Im Gegensatz zu anderen Schulgemeinden hätten die Schulen Frauenfeld mit HRM2 lange zugewartet, «wegen der Mehrarbeit und vereinzelter Kinderkrankheiten», sagt Wirth. Denn durch die bisherigen Erfahrungen seien bereits wieder einzelne Anpassungen gemacht worden.

Mit den jeweils vorangeschlagenen Überschüssen steigern sich beide Beträge des Eigenkapitals – bei der Primar auf 5,12, bei der Sek auf rund 3,52 Millionen Franken. Zudem zeigen sich im Finanzplan der kommenden Jahre für beide günstige Prognosen.

Details zu den Budgets finden sich im Internet unter: www.schulen-frauenfeld.ch

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