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Besser neu bauen statt sanieren

Die alte Mehrzweckhalle soll durch einen Neubau ersetzt werden. Das haben die Schulbürger am Dienstag entschieden. Daran konnte auch eine überraschende neue Variante eines Stimmbürgers nichts ändern.
Evi Biedermann
Schulpräsident Ulrich Jucker erläutert das Immobiliengeschäft. (Bild: Evi Biedermann)

Schulpräsident Ulrich Jucker erläutert das Immobiliengeschäft. (Bild: Evi Biedermann)

Die Schulbürger von Müllheim haben am Dienstagabend deutlich entschieden: 118 von 166 möglichen Stimmen fielen auf das Projekt «Neubau Allzweck Wiel», Variante 3 von fünf Varianten, die an der ausserordentlichen Schulgemeindeversammlung zur Wahl standen.

Diese Variante hat auch die Schulbehörde favorisiert, wie Behördenmitglied Pius Nauer im Verlauf des Abends bekanntgab. Von der fünften, der Variante A, hatten die Stimmbürger erst an der Versammlung erfahren, als der Initiant Andreas Kern sie vorstellte. Er sei mit keiner der vier behördlichen Varianten glücklich (siehe Box). «Sie kosten viel Geld und sollen in kurzer Zeit realisiert werden.» Sein Vorschlag war ein Vorgehen in Etappen, wobei ihm das Projekt «Neubau Allzweck Wiel» am vernünftigsten erschien. So würden die Kosten verteilt und es könne auf wechselnde Bedürfnisse eingegangen werden. «Die Vorgaben, wie man bauen muss, ändern immer wieder», erklärte Nauer, der vor seiner kürzlich erfolgten Pensionierung während 25 Jahren beim kantonalen Hochbauamt die Schulgemeinden bei Sanierungen und Neubauten von Schulhäusern beriet.

18-Millionen-Projekt am Standort Wiel

Im Siegerprojekt wird die Mehrzweckhalle Wiel am gleichen Standort durch einen Neubau ersetzt. Die Pavillons werden abgebrochen, deren Räumlichkeiten im Neubau integriert. Ebenso die Räumlichkeiten des Schulstandorts Säge, der aufgehoben wird. Das Schulhaus Wiel und das Schulhaus Ochsen bleiben unverändert bestehen. Die geschätzten Kosten für das Projekt betragen 18,585 Millionen Franken, das Vorprojekt beläuft sich auf 200 000 Franken. Dies ermöglicht den Zuzug eines Fachexperten, um die Baukommission zu beraten. «Ich bin sehr glücklich über diesen Entscheid», sagte Präsident Ulrich Jucker nach der Abstimmung. Er weise der Baubehörde die Richtung, die sie in den kommenden Jahren gehen werde. Die Variante A von Andreas Kern verbuchte mit 41 Stimmen einen Achtungs-erfolg, die Variante 1 erhielt keine Stimme, die Variante 2 deren fünf, Variante 4 eine. Einen kleinen Erfolg gab's auch für Jucker, der sich für das grosse Interesse bedankte. «In meiner achtjährigen Tätigkeit als Präsident waren noch nie so viele Leute an einer Schulgemeindeversammlung.»

Viele Fragen und Komplimente

Der grosse Aufmarsch indes hatte auch zur Folge, dass Juckers Kollege Pius Nauer vor der Abstimmung viele Fragen beantworten musste. So wies ein Votant darauf hin, dass zwischen Dorf und «Dübinger» Bauland für etwa 450 Zuzüger entstehe. «Habt ihr das berücksichtigt?», wollte er wissen. «Varianten müssen selbstverständlich erweitert werden können», sagte Nauer. Doch auf Reserve Schulräume bauen, ziehe man nicht in Betracht. Von Interesse war auch der Steuerfuss, der je nach Variante zwischen 4 und 15 Prozentpunkte steigen würde. «Wie habt ihr gerechnet?» Es handle sich um eine Grobkalkulation, erklärte Nauer. «Ein möglicher Anteil der Gemeinde oder allfällige Verkaufserlöse sind nicht eingerechnet.» Beim Siegerprojekt ist eine Erhöhung des Steuerfusses um acht Punkte vorgesehen.

Gelobt wurde die Behörde etwa für weitsichtiges Handeln und die detaillierte Auslegung der Fakten und Möglichkeiten.

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