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Besonderes Gschmäckle im OP-Saal

Murgspritzer

Wo ein Feuer, da gibt es auch Rauch. Ersteres fasziniert seit Menschengedenken, wie nicht zuletzt die Sensationslust beim jüngsten Grossbrand im Oberthurgau beweist. Rauch hingegen scheidet die Geister. Genussvolle Raucher mögen es dem Schreiberling verzeihen, aber Rauch stinkt und brennt in den Augen. Bestimmt liessen sich noch viele weitere Nachteile von Rauch finden.

Zuletzt sorgte Rauch bei den Verantwortlichen des Frauenfelder Kantonsspitals kurzzeitig für rauchende Köpfe. Und verantwortlich zeichneten nicht etwa Raucher, sondern nichtrauchende Primarschüler der Schulanlage Huben. Der jährliche Funkensonntag Anfang März lockte nicht nur Dutzende mit Laternen ausgerüstete Schüler an. Sein faszinierendes Feuer brachte nebst Kinderaugen auch diejenigen der Eltern und Lehrer zum Leuchten. Weil aber just in den Stunden des traditionellen Anlasses der Wind gen Norden blies, rieb man sich ein paar Hundert Meter entfernt im Spital verwundert die Augen. Aber nicht vor beissendem Rauch, sondern wegen eines heimtückischen Gschmäckle.

Wo ein Feuer, da gibt es auch Rauch. Wo sich ein Gschmäck­le in der Luft breitmacht, müssen aber nicht gleichzeitig Feuer und Rauch sein. Und so musste die städtische Feuerwehr glücklicherweise nicht ausrücken, obwohl in den Operationssälen des Spitals kurzzeitig ein bedrohlicher Geruch in die Nasen stieg. Denn über die nahe gelegenen Lüftungsschächte des Spitals drang zwar Rauch des Hubemer Funkens ins Innere des Spitals. Rauchvergiftungen blieben glücklicherweise aus –zumindest bei allen Nichtrauchern.

Ende gut, alles gut – trotz Feuer, Rauch, Gschmäckle. Vielleicht roch es in den OP ja nicht nur nach brennendem Holz, sondern auch nach frisch gebackenen Brotschlangen der Schüler und feinem Glühwein der Eltern. Im Spital kehrte also kurzzeitig nicht nur meteorologisch der Winter zurück, sondern auch olfaktorisch. (sko)

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