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Beschwerde gegen IV-Gutachten abgewiesen

Weinfelden «Ich fühle mich in meiner Persönlichkeit verletzt und gekränkt.» Eine körperlich eingeschränkte Frau wehrte sich vor dem Thurgauer Verwaltungsgericht gegen ein Gutachten der IV-Stelle. Dieses enthalte Fehler und erwecke den Eindruck, sie sei zu faul zum Arbeiten. Ihr Anwalt hatte eine öffentliche, mündliche Verhandlung verlangt, die Anfang November des abgelaufenen Jahres stattfand. Dabei stellte er den Antrag, dass seine Mandantin persönlich befragt wird. Denn das Problem sei, dass das Gericht im Normalfall nur aufgrund der Akten der IV entscheide.

Das Gericht sah von der Befragung ab. Die Äusserungen der Frau in der Rechtsschrift und einleitend zur Verhandlung würden aber gewürdigt, sagte der vorsitzende Richter. Jetzt wurde das Urteil kommuniziert. Das Verwaltungsgericht weist die Beschwerde der gelernten medizinischen Praxisassistentin ab. Das von ihr angefochtene Gutachten beruhe auf sämtlichen, sich im Recht befindlichen medizinischen Akten. Die Auführungen im Gutachten seien zwar nicht gleich ausführlich wie die Aussagen der Frau. Trotzdem seien alle wesentlichen Einschränkungen, welche die Versicherte geltend macht und die durch die gesundheitlichen Probleme verursacht werden, im Gutachten ausführlich und genügend detailliert berücksichtigt. Im Urteil heisst es: «Zu Recht hat daher die Beschwerdegegnerin den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente abgelehnt.»

Das Gutachten stellt fest, dass die Frau zu 70 Prozent als medizinische Praxisassistentin arbeiten könnte. Ein Invaliditätsgrad von 30 Prozent sei rentenausschliessend. An der Gerichtsverhandlung von Anfang November hatte der Anwalt ausgesagt, der Invaliditätsgrad seiner Klientin liege seit Jahren bei 40 Prozent, womit berufliche Massnahmen nötig seien. Die Frau hatte gehofft, dass das Gutachten und die IV-Akten überprüft und ­korrigiert werden. (lsf)

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