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Beschuldigte widersetzen sich

Nach den Festnahmen in der ganzen Schweiz hat das Bundesamt für Justiz (BJ) noch am selben Tag die 15 mutmasslichen Mitglieder der kalabresischen Mafia-Organisation 'Ndrangheta zu ersten Einvernahmen vorgeladen.
Alexandra Pavlovic

Nach den Festnahmen in der ganzen Schweiz hat das Bundesamt für Justiz (BJ) noch am selben Tag die 15 mutmasslichen Mitglieder der kalabresischen Mafia-Organisation 'Ndrangheta zu ersten Einvernahmen vorgeladen. «Die einzelnen Behörden mussten in einem ersten Schritt in Erfahrung bringen, wie die Beschuldigten zu den einzelnen Vorwürfen stehen», sagt Ingrid Ryser, Mediensprecherin des BJ.

Eine Person stimmt Auslieferung zu

Laut Ryser wurden die in den Kantonen Thurgau, Zürich und Wallis verhafteten Personen im weiteren Verlauf der Befragung über das Auslieferungsgesuch aufgeklärt und mussten den Behörden mitteilen, ob sie diesem zustimmen oder nicht. «Mit einer Zustimmung wäre es zu einer vereinfachten Auslieferung gekommen», sagt Ryser. Doch dem war nicht so. 14 Personen haben sich widersetzt. Eine im Kanton Thurgau festgenommene Person hat sich mit der Auslieferung an Italien einverstanden erklärt.

Rekurs innert 30 Tagen

«Gestützt auf das italienische Ersuchen und die Stellungnahmen der gesuchten Personen, werden wir nun über die Auslieferung der anderen entscheiden», erklärte Mediensprecherin Ryser den weiteren Verlauf beim BJ. Den Entscheid können die betroffene Personen innert 30 Tagen beim Bundesstrafgericht anfechten. «Nur in besonderen Fällen kann dieser an das Bundesgericht weitergezogen werden.» Zur gestrigen Einvernahme wurden neben den 15 Verdächtigen noch zwei weitere Personen vorgeladen. Da es sich bei ihnen laut Ryser um eingebürgerte Schweizer handelt, konnten diese nicht in Auslieferungshaft gesetzt werden. «Eine der zwei eingebürgerten Personen, die nicht ohne ihre Zustimmung an Italien ausgeliefert werden können, hat bei ihrer Einvernahme ebenfalls erklärt, sich einer Auslieferung zu widersetzen.» Die zweite eingebürgerte Person werde erst nächste Woche einvernommen.

Strafverfahren in Italien

Verfahren in der Schweiz haben die Verhafteten nicht zu befürchten. «Weil die Schweiz lediglich das Auslieferungsverfahren führt, hat sie mit dem eigentlichen Strafverfahren in Italien nichts mehr zu tun», sagt Ryser.

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