BERUF: Alles in Butter

30 neue Milchtechnologen und Milchpraktiker haben ihr Abschlusszeugnis erhalten.

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Mit Milch kann Karoline Marg­reit­ter aus Lanzenneuforn gut. Als beste Ostschweizerin ihres Jahrgangs schloss die junge Frau ihre Ausbildung zur Milchtechnologin ab. Zu den acht Besten gehört auch Hannes Ziegler aus Schönholzerswilen. Er hat an der diesjährigen Berufsmeisterschaft der Milchtechnologen Ostschweiz den zweiten Platz belegt.

Ebenfalls unter den Absolventen befinden sich Ramon Lemmenmeier aus Schönholzerswilen, Luzia Grunder aus Hauptwil und Philipp Gerber aus Dozwil. Insgesamt haben in der Ostschweiz 30 junge Milchtechnologen und Milchpraktiker ihr Abschlusszeugnis erhalten.

Genügend Arbeitsstellen

Schweizer Käse, Rahm, Butter oder Joghurt stehen für Qualität und zählen zu den beliebtesten Produkten made in Switzerland. 20 Industriebetriebe und rund 500 Käsereien entwickeln immer wieder neue Innovationen. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Deshalb unternimmt die Milchwirtschaft intensive Anstrengungen für den Nachwuchs. Dieses Jahr schliessen in der Schweiz insgesamt 84 Milchtechnologen und 21 Milchpraktiker die Lehre ab. Um einen Arbeitsplatz müssen sie sich keine Sorgen machen. Genuss wird auch im Jahr 2050 grossgeschrieben.

Handwerk und Technologie

Es werden in fast jeder Schweizer Branche grosse Veränderungen erwartet. In der Milchwirtschaft ist die Digitalisierung bereits seit vielen Jahren im Gange. In der Industrie und in den Käsereien ist die Herstellung ohne digitale Hilfsmittel nicht mehr denkbar. Denn Effizienz ist wichtig – das gilt auch für die kleine Käserei, die ihre Eigenentwicklungen nur lokal oder regional verkauft. Hans Aschwanden, Präsident des Schweizerischen Milchwirtschaftlichen Vereins, der für die Aus- und Weiterbildung der ­Berufe Milchtechnologen und Milchpraktiker verantwortlich ist, sagt: «Heute sind die Kenntnisse im Labor, in der Bedienung und Steuerung der unterschiedlichen Anlagen selbstverständ­licher Bestandteil der Ausbildung.» Neben der technischen Kompetenz sind aber auch das Handwerk und sehr viel Wissen über den sensiblen Rohstoff Milch erforderlich. «Er ist niemals gleich. Damit die Produkte trotzdem gleich schmecken, braucht es gezielte Massnahmen», betont er. «Natürlichkeit ist in unserer Branche zentral. Das ist der Grund, warum es auch in über 30 Jahren noch Milchtechnologen brauchen wird.» Möglicherweise hat sich ihr Alltag verändert, «aber ihre Kenntnisse und Kompetenz werden weiterhin wichtig sein». (red)