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Bernhard Greuter und die Thurtallinie brachten den Aufschwung

Islikon ist mit 700 von derzeit 1910 Haushalten der grösste der fünf Orte der Politischen Gemeinde Gachnang (Gachnang: 590 Haushalte). Das Dorf wurde 1267 als Islincon erstmals erwähnt. Laut Thurgauer Ortsnamenslexikon bedeutet dies «bei den Höfen der Sippe des Isilo». Die Siedlung gehört vorerst zum Grundbesitz des Klosters Reichenau, später steht es unter der Gerichtsherrschaft der benachbarten Herren von Kefikon.

Eine wichtige Jahreszahl in der Geschichte des Dorfs ist 1777. In diesem Jahr gründet Bernhard Greuter seine Baumwollfärberei und -druckerei – einen der ersten Fabrikbetriebe der Schweiz. Im gleichen Jahr erhält das Dorf Anschluss an die neue Landstrasse Winterthur–Frauenfeld, was den wirtschaftlichen Aufschwung einläutet.

Einen nächsten Schub bekommt das Dorf mit dem Bau der Thurtallinie im Jahr 1855 durch die Schweizerische Nordostbahn. Weitere Industriebetriebe siedeln sich im Dorf an. Das wesentlich ältere Gachnang kann zwar den Sitz der Geistlichkeit für sich reklamieren, bleibt aber bis weit ins 20. Jahrhundert vom Charakter her ein Bauerndorf.

Vom Erbe Bernhard Greuters zeugen der Greuterhof mit Museum und Hotelbetrieb sowie der Frühjahrsbrauch Latäri. Jährlich am vierten Fastensonntag Laetare findet auf dem Tegelbach eine Lichterschwemme statt. Weil die Tage länger wurden, konnte in den Greuter’schen Fabriken auf Kerzenlicht verzichtet werden. Das wird beim Brauch noch heute bachab geschickt. (hil)

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