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Bern lädt zur Aussprache über Streptomycin

FRAUENFELD. Das Bundesamt für Landwirtschaft verbietet dieses Jahr den Einsatz des Antibiotikums Streptomycin gegen den Feuerbrand.

FRAUENFELD. Das Bundesamt für Landwirtschaft verbietet dieses Jahr den Einsatz des Antibiotikums Streptomycin gegen den Feuerbrand. Sowohl der Thurgauer Obstverband wie der kantonale Volkswirtschaftsdirektor Kaspar Schläpfer haben daraufhin mit einem Schreiben beim Bundesamt gegen das Verbot interveniert. Nun lädt das Bundesamt am kommenden Freitag in Bern zum Gespräch.

Schläpfer: Kein Kommentar

Regierungsrat Schläpfer bestätigt auf Anfrage den Termin. Inhaltlich Stellung beziehen will er vor diesem Gespräch aber nicht. Auch wie die Delegation aussehen wird, ist noch offen. Ob Schläpfer selber nach Bern reisen wird, ist laut dem Thurgauer Volkswirtschaftsdirektor ebenfalls noch nicht entschieden. Die Vorbereitungen liefen noch, sagt Schläpfer lediglich.

Ob das Bundesamt in Sachen Streptomycin nochmals mit sich reden lässt, muss ohnehin bezweifelt werden. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Bund das Streptomycin-Verbot rückgängig macht», zeigte sich gestern etwa Roger Peterer gegenüber dem Regionaljournal Ostschweiz von Radio SRF pessimistisch. Peterer leitet das St. Galler Amt für Landwirtschaft.

Lockerung für den Notfall

Das Antibiotikum Streptomycin war erstmals 2008 im Kampf gegen den Feuerbrand in den Obstanlagen versprüht worden. Am 8. Februar dieses Jahres hatte das Bundesamt für Landwirtschaft dann informiert, dass es Streptomycin nicht mehr zulassen will. Das Verbot wurde in der Folge als verfrüht kritisiert. Die Kritiker fordern eine Lockerung zumindest für Jungbäume bis vier Jahre und für die Baumschulen – «für den absoluten Notfall». Denn die Alternativen zum Antibiotikum seien noch zu wenig erprobt. Zudem daure die Umstellung auf feuerbrandresistente Sorten Jahre.

Der Obstbau ist im Thurgau ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Rund 1500 Thurgauerinnen und Thurgauer sind in diesem Sektor tätig. Fast jeder dritte Apfel, der in der Schweiz konsumiert wird, stammt von hier. (ck)

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