BERLINGEN: Zeit fürs Geniessen am See

Kulinarik, Musik und viel Lebensfreude – das alles bot am Pfingstsamstag das elfte Blickpunkt-Multikulinarium. An der Stedi schien die ganze Welt zu Gast zu sein.

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Crêpes gehören zu den gerne bestellten Spezialitäten.

Crêpes gehören zu den gerne bestellten Spezialitäten.

Indischer Gemüsecurry, Fische vom Berlinger Fischer Mabo, iranisches Lubla Polo – die Liste der Delikatessen könnte fast beliebig fortgesetzt werden. Der Speiserundgang bei den 16 Gastgebern am elften Blickpunkt-Multikulinarium hat einmal mehr etwas Faszinierendes.

Die Besucher kommen von weither. «Es geht nicht ums Geld, es ist zur Freude. Wir vom Blickpunkt sind eine Non-Profit-Organisation», sagt Organisator Edi Bächi. Je 70 bis 100 Portionen der einzelnen Spezialitäten gehen über die Standtische. Gemeindepräsidentin Annemarie Moret: «Ich kann mich richtig freuen, denn das was hier geboten wird, das ist grossartig.»

Der südländisch heisse Sommertag an der Stedi bietet Platz für Hunderte von Besuchern. Familien mit Kindern lagern im Grün unter den Schatten spendenden Bäumen, sitzen auf der Quaimauer oder auf der Terrasse vom «Schiff» oder im Garten vom «Hirschen», essen ihre an den Ständen gekauften Spezialitäten und lassen sich einen Drink servieren. «Das musst Du probieren», rufen sich die Leute gegenseitig zu. Wer das Gespräch nutzt an den Ständen, dem werden Rezepte verraten. Dem Genuss zum kleinen Preis sind keine Grenzen gesetzt. Musikalisch und gesanglich erfreuen das Duo «Mia und Dave», schenken romantische Lieder, und die «Schneider goes» führen auf die Country-Highways. Bestehende Freund­schaften werden an diesem Multikulinarium gepflegt und neue geknüpft. Das Ambiente symbo­lisiert deutlich die den Berlingern so eigene Herzlichkeit. Vor den Augen präsentiert sich ein Postkartenmotiv. Boote landen mit fröhlichen Menschen.

Auch Ofen- und Cheminéebauer Roger Pernet aus Steckborn und Familie kommen mit dem Boot: «Das ist wunderbar hier», schwärmen Pernets. Besucher werden ermutigt, anders zu kochen, anders zu essen und herauszufinden, wie mit internationaler Kochkunst die Welt verbessert werden kann.

«Bei uns in der Damenriege turnt die Iranerin Monireh, deshalb bieten wir dieses iranische Dessert an», erklären die Turnerinnen Nadja und Tamara. Die Sekundarschülerinnen Renée, Chiara und Fina versichern: «Hier lernen wir viel über andere Länder.»

Margrith Pfister-Kübler

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch