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BERLINGEN: Am Untersee scheint die Sonne

Wegen der Verabschiedung von Lisa Kull rückte der positive Rechnungsabschluss in den Hintergrund. Skeptische Voten an der Versammlung gab es zu den geplanten Unterflurcontainern.
Samuel Koch
Idyllisch präsentiert sich die 900-Seelen-Gemeinde. (Bild: Samuel Koch)

Idyllisch präsentiert sich die 900-Seelen-Gemeinde. (Bild: Samuel Koch)

Samuel Koch

samuel.koch@thurgauerzeitung.ch

Eitel Sonnenschein mit einigen Windböen zum Abschluss. So liesse sich die Gemeindeversammlung vom Montagabend von einem Meteorologen zusammenfassen. Insgesamt fanden 61 Stimmbürger den Weg in die Berlinger Unterseehalle.

Der Gegenwind ging von den geplanten Unterflurcontainern am Bahnhof, im Jüch und im Fuchsloch aus. Kostenpunkt: rund 35000 Franken. «Diessenhofen hat sie wieder aus der Altstadt entfernt», lautete ein skeptisches Votum. Ein weiterer Stimmbürger stellte die Frage, weshalb nicht mit herkömmlichen Containern für die Kehrichtabfuhr gesorgt werde. Gemeinderat Christof Rothenberger und Marcel Birrer von der KVA Thurgau lieferten Erklärungen sowie Antworten. «In Diessenhofen war die Lage ungünstig, und die KVA beteiligt sich noch bis 2025 an der Finanzierung», sagte Birrer.

Durch die Diskussion beinahe in Vergessenheit geriet der positive Rechnungsabschluss. «Wir haben einen erfreulichen Gewinn», resümierte Gemeindepräsidentin Annemarie Moret. Das Plus von rund 462 000 Franken bei Gesamtausgaben von rund 5,75 Millionen Franken resultierte primär aufgrund von höheren Grundstückgewinnsteuern, mehr einfachen Steuereinnahmen, Rückzahlungen von Sozialhilfegeldern sowie weniger Abschreibungen. Budgetiert war ursprünglich ein kleiner Verlust von 88000 Franken. Aufgrund der tieferen Gesamtsteuereinnahmen gegenüber der Rechnung 2015 sinkt die Steuerkraft leicht. Zudem tätigte die Gemeinde im vergangenen Jahr Investitionen in Höhe von 870000 Franken. Rechnung, Investitionsrechnung sowie Gewinnverwendung hiessen die Stimmbürger einstimmig gut. Vom Gewinn tätigt die Gemeinde für 440000 Franken weitere Abschreibungen, der Rest fliesst ins Eigenkapital.

Nach der Politik ist vor der Schule, weshalb Lisa Kull das Wort übernahm. Nach ihrem Rücktritt vertrat sie letztmals die Schulbehörde. Anwesend war auch ihre Nachfolgerin Helen Nossung. «Im August starten acht neue Schüler in die Basisstufe, drei verlassen uns in Richtung Sek Steckborn», sagte Lisa Kull. Insgesamt werden 45 Schüler unter neuem Lehrplan ins neue Schuljahr starten. Kull bedankte sich bei allen für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. «Ich habe den Rucksack voll und freue mich, ihn bald abzuziehen», sagte sie. Gemeindepräsidentin Annemarie Moret bedankte sich für Kulls Arbeit seit 2005: «Unsere erste Frau im Schulpräsidium hat viele wichtige Schritte unserer Schule mitgemacht.» Moret übergab ihr einen Gutschein und Blumen, ehe Applaus das Rund machte. Für die abtretende Lisa Kull wird neu Marion Schaffner als Vizegemeindepräsidentin amten.

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