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BERATUNGSSTELLEN: Antworten auf Alzheimer

Der Verein Alzheimer Thurgau eröffnet acht regionale Anlaufstellen auf dem Kantonsgebiet. Dort beantworten Fachpersonen Fragen oder vermitteln Kontakte zu anderen Institutionen.
Ende 2016 waren im Thurgau 4150 Menschen an Demenz erkrankt. (Bild: Mareycke Frehner)

Ende 2016 waren im Thurgau 4150 Menschen an Demenz erkrankt. (Bild: Mareycke Frehner)

Die Zahl von Menschen mit Demenz steigt – auch im Kanton Thurgau. Trotzdem ist die Krankheit vielerorts ein Tabu. Der Verein Alzheimer Thurgau verstärkt aus diesem Grund sein Engagement. Am kommenden Montag, 3. Juli, eröffnet er in Zusammenarbeit mit der Stiftung Pro Senectute Thurgau, die sich mit Altersfragen befasst, acht regionale Anlaufstellen im ganzen Kanton Thurgau. Und zwar in folgenden Ortschaften: Amriswil (Egelmoosstrasse 6), Arbon (Kappellgasse 8), Diessenhofen (Schmiedgasse 16), Frauenfeld (Bankplatz 5), Kreuzlingen (Parkstrasse 8), Münchwilen (im Gemeindehaus), Romanshorn (Konsumhof 3) und Weinfelden (Rathausstrasse 37). Betroffene und Angehörige finden dort viele Informationen zum Thema Demenz und können sich bei Bedarf an die geschulte Fachperson vor Ort wenden (Kasten).

Die Beratungsstellen sind unter der Telefonnummer 071 626 55 44 erreichbar oder per Mail an anlaufstellen@alz.ch. Besetzt ist das Telefon von Montag bis Freitag, 8.30 bis 11.30 Uhr und 13.30 bis 16.30 Uhr.

Die Angehörigen leiden mit

In Frauenfeld zum Beispiel leitet Sophie Fritsche, Geschäftslei­terin von Alzheimer Thurgau, die neue Anlaufstelle am Bankplatz 5. «Wir versuchen, den Menschen unkompliziert ihre persönlichen Fragen zu beantworten. Bei komplexeren Fällen vermitteln wir Kontakte zu entsprechenden Fachstellen und Institutionen.»

«Die Bevölkerung wird immer älter. Deshalb erkranken auch immer mehr Leute an Demenz. Das Alter ist nämlich der grösste Risikofaktor», erklärt Fritsche. Auch im Thurgau steigt die Zahl der Betroffenen. Ende 2016 waren kantonsweit 4150 Menschen an Demenz erkrankt. Mit ihnen leiden die Angehörigen. Für sie sei es sogar häufig noch schwieriger, mit der Krankheit umzugehen.

Trotz der steigenden Relevanz werde das Thema Demenz aber gerne tabuisiert, gerade in ländlichen Kantonen wie dem Thurgau. Das hat laut Fritsche Folgen: «Schätzungsweise nur jeder zweite bis dritte Mensch mit Demenz hat überhaupt eine Diagnose, und nur jeder vierte hat spezifische Medikamente», sagt Fritsche.

Der Kanton Thurgau hat deshalb ein Geriatrie- und Demenzkonzept erlassen. Alzheimer Thurgau kommt darin eine wichtige Rolle zu: Die Organisation hat vom Kanton den Auftrag erhalten, der Bevölkerung niederschwelligen Zugang zu Information und Beratung zu bieten. (red)

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