Benken ein Thema

DIESSENHOFEN. Cornelia Komposch, Gemeindeammann von Herdern, sprach in Diessenhofen zum 1. August.

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Cornelia Komposch forderte ihr Publikum zum Mitdenken auf. (Bild: Guido Elser)

Cornelia Komposch forderte ihr Publikum zum Mitdenken auf. (Bild: Guido Elser)

Diessenhofen. Gemeindeammann und SP-Kantonsrätin Cornelia Komposch aus Herdern, wies in ihre Ansprache auf den Mangel hin, dass in Diessenhofen zurzeit keine Frau im Stadtrat sei und dass das bei den nächsten Wahlen in vier Jahren korrigiert werden könnte. Sonst fand sie für die Grenzstadt Diessenhofen viele lobende Worte: Das blühende Städtchen verfügt über einen attraktiven Steuerfuss, hat einen politisch gut durchmischten Stadtrat, ein Mitglied sogar mit ausländischen Wurzel. Den grossen Zulauf zur Bundesfeier am Rheinquai wertete die Rednerin als Beweis, dass in Diessenhofen viele Einwohnerinnen und Einwohner das Gemeinschaftsleben aktiv mitgestalten. Durch private Kontakte und die Tagespresse nehme sie Diessenhofen als aktive, moderne, innovative und auch über die Grenze offene Stadt wahr. Sie rief die Bevölkerung dazu auf, sich für die Entscheide, die im örtlichen Rathaus, im thurgauischen Grossen Rat oder in Bundesbern gefällt werden, zu interessieren.

So müsste das nahe gelegene Benken als Standort für radioaktive Abfallentsorgung uns wachrütteln, zumal jetzt die Nagra bei Benken nun auch noch eine Atomfabrik zu bauen plant. Die Nagra nenne das zwar eine «Verpackungsanlage» oder eine «heisse Zelle». Das seien aber Hochsicherheitsgebäude, in denen stark strahlende Brennelemente mittels Robotern bearbeitet werden.

Auch der Finanz- und Werkplatz Schweiz hatte Raum in ihrer Rede. Sie nannte die erschwerte Exportwirtschaft aufgrund des starken Frankens als sehr besorgniserregend. Wenn ihre Ausführungen nicht in allen Teilen allen gefallen, so die Rednerin, so sei sie froh, wenn es ihr gelungen sei, das Publikum zum Mitdenken angeregt zu haben. (ge)