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BENEVOL: Zukunft der Freiwilligenarbeit

An einer Standortbestimmung diskutierten Vertreter aus Sport, Sozialem, den Politischen Gemeinden und Träger- und Partnerorganisationen darüber, wie Freiwilligenarbeit im Thurgau weiterentwickelt werden soll.
Werner Lenzin
Hanu Fehr vom Sportamt Thurgau und Urs Schneider, Präsident der Thurgauer Raiffeisenbanken (links), diskutieren in einer Gruppe über die Schwerpunkte von Benevol für die Zukunft. (Bild: Werner Lenzin)

Hanu Fehr vom Sportamt Thurgau und Urs Schneider, Präsident der Thurgauer Raiffeisenbanken (links), diskutieren in einer Gruppe über die Schwerpunkte von Benevol für die Zukunft. (Bild: Werner Lenzin)

«Wir wollen uns heute Gedanken machen darüber, wo wir stehen und wohin wir wollen mit der Freiwilligenarbeit im Thurgau», begrüsste Paul Engelmann, Präsident von Benevol Thurgau, die 35 Anwesenden zum Zukunfts-Workshop. Er machte deutlich, dass Benevol seit rund zwanzig Jahren – seit fünf Jahren in der aktuellen Organisationsform – tätig ist. Gewisse Abgänge im Vorstand, zusammen mit einer Ablösung in der Geschäftsführung, machten die Standortbestimmung am Donnerstag nötig. Es sei ein erster Schritt, welchem zwei weitere durch die Beschlüsse im Vorstand und mit den Vereinsmitgliedern folgen werden. Die Leitung des Workshops übernahm Unternehmensberater Erich Gnehm von Innovision.

Elsbeth Fischer, Geschäftsführerin von Benevol Schweiz, verdeutlichte, dass das freiwillige Engagement neben den Alltagsaufgaben Platz haben müsse. «Die Motivation des Engagements hat sich verändert. Heute möchte man etwas Sinnvolles tun, das fordert und das etwas bewirkt», sagte Fischer. Sie stellte fest, dass infolge der innerfamiliären Aufgaben die Freiwilligenarbeit auf weniger Schultern verteilt werde. Für Fischer müssen die Benevol-Rahmenbedingungen stimmen, und als wichtig erachtet sie die klare Abgrenzung zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit. «Die Freiwilligenarbeit soll nie in Konkurrenz zu einer bezahlten Arbeit stehen, sondern diese unterstützen. Wir müssen auch sichtbar machen, was und wie viel geleistet wird.» Die Geschäftsführerin zeigte auf, dass in der Schweiz jährlich 665 Millionen Stunden Freiwilligenarbeit geleistet werden, 800 Millionen Stunden dagegen im Gesundheits- und Sozialwesen. Fischer forderte eine Anerkennung der Freiwilligen im Alltag nicht nur einmal im Jahr und eine Mitsprache der Beteiligten. «Die Freiwilligenarbeit muss unentgeltlich bleiben und soll eine wöchentliche Arbeitszeit zwischen vier bis sechs Stunden nicht überschreiten», betonte Fischer. Für sie muss die Freiwilligenarbeit von der Gesellschaft wieder bewusster wahrgenommen werden.

20 Jahre Benevol Thurgau

«Als Hauptsponsor von Benevol Thurgau veröffentlicht die Thurgauer Zeitung jährlich viermal eine Doppelseite mit dem Stellenanzeiger», freute sich Margrit Keller, Geschäftsführerin von Benevol Thurgau. Mit einer Zeitreise blickte sie zurück auf die zwanzigjährige Geschichte von Benevol Thurgau und erinnerte: «Am 1. Oktober 1996 wurde die Fachstelle für Freiwilligenarbeit, lanciert durch den Verein für Sozialpsychiatrie, eröffnet.» Sieben Jahre später entstand das Freiwilligenzentrum Thurgau, das gemäss Keller 14 Jahre nach der Gründung «extrem» ums Überleben kämpfte. 2012 erhielt das Freiwilligenzentrum den Namen Benevol Thurgau.

In Gruppen diskutierten die Teilnehmer des Workshops die Schwerpunkte und Strategien, welche zukünftig umgesetzt werden sollten. Bei den Dienstleistungen sollen die Stellenvermittlung und die Beratung intensiviert und die Sichtwechsel ausgebaut werden. Gefordert wurden mit Blick auf die Arbeit der Freiwilligen weiterhin eine Anlaufstelle, die Beratung, Vernetzung sowie einen Erfahrungsaustausch anbietet. Weiter soll eine Benevol-App in Betracht gezogen und die Benützung der sozialen Medien noch stärker einbezogen werden als bisher. Zu überlegen seien auch Schritte zur Förderung des Bekanntheitsgrades der Organisation.

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